Slide 6
Slide 6 text
Knappschaftskrankenhaus Bottrop
Abteilung für Radiologie/Neuroradiologie/Nuklearmedizin
Vertebroplasty in Germany – Auswertung einer großen
Fallzahl National Meeting German society of neuroradiology, Oct.2009, Cologne
Hennigs, S. *1; Weber, W. *2 ; Gerdes, CH. *1; Stender, G. *2;
*1 Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin Knappschaftskrankenhaus Bottrop
*2 Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin Klinikum Vest (Paracelsus-Klinik Marl, KKH Recklinghausen)
Thema:
Die Vertebroplastie hat sich als anerkanntes Therapieverfahren in der Schmerztherapie und Tumortherapie etabliert. Die vorgestellte Fallserie
umfasst Eingriffe an 2500 Wirbelkörpern.
Methode:
Der Vortrag stellt die Analyse der durchgeführten Eingriffe unter Bezugnahme auf Indikation, Technik, Komplikationen und klinische Ergebnisse
dar. Die Vertebroplastie erfolgte in der Regel durchleuchtungsgestützt über einen mono- oder bipedikulären Zugang.
Ergebnisse:
Therapieindikation war in 71 % Osteoporose, in 29 % eine onkologische Fragestellung. Behandelt wurden die Wirbelkörper C2 bis S1 (cervical
0,7 %, thorakal 45 %, lumbal 54,3 %).
Komplikationen (SCVIR B oder höher) traten bei 6 Patienten (0,24 %) auf. Klinisch insignifikante Zementleckagen intradiskal, paravertebral oder
in paravertebrale Venen (SCVIR A) traten in ca. 30 % auf. Es ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen Tumor- und
Osteoporosepatienten bezüglich der Komplikationshäufigkeit. Die Langzeitergebnisse bezüglich der Schmerzreduktion und Beweglichkeit
waren bei Osteoporosepatienten signifikant besser.
Schlussfolgerung:
Die Vertebroplastie ist eine technisch einfache und effektive Methode mit niedrigen Komplikationsraten unabhängig von der Indikation. Während
bei osteoporotisch therapierten Frakturen eine signifikante Lebensqualitätsverbesserung zu erkennen ist, hat diese Therapie bei Tumorpatienten im
Rahmen eines interdisziplinären onkologischen Konzeptes mehr den Stellenwert der lokalen Stabilisierung und Frakturprävention als der
Schmerzreduktion.