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October 06, 2026
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  1. Globale Entwicklungen · Stand Oktober 2026 Bevölkerung, Ressourcen, Klima Drei

    globale Entwicklungen – Daten, Prognosen und der menschliche Faktor Klimastreifen: ein Streifen pro Jahr, 1850 → 2025 · Daten: Met Office HadCRUT5 [21] · Darstellung nach Hawkins [22]
  2. Überblick Drei Themen, ein Zusammenhang 01 02 03 Globale Bevölkerung

    Fossile Ressourcen Temperatur & Klima Drei Prognosen (UN, IIASA, IHME) und ihre Erklärungen Öl, Kohle, Gas: Verbrauch, Reserven, Szenarien – und der menschliche Faktor Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse – und der menschliche Faktor Leitfrage: Wie hängen Bevölkerung, Energieverbrauch und Klima zusammen – und welche Rolle spielt der Mensch? Zahlen in eckigen Klammern [n] verweisen auf das Quellenverzeichnis am Ende der Präsentation. 02
  3. 01 · Bevölkerung – Ausgangslage Die Weltbevölkerung in Zahlen 8,2

    Mrd. 2,25 Menschen lebten 2024 auf der Erde – 1950 waren es 2,5 Mrd. [1] [2] Kinder pro Frau weltweit (1990: 3,31); über die Hälfte der Länder liegt unter 2,1 [1] 73,3 J. 63 Lebenserwartung bei Geburt (2024); bis 2054 voraussichtlich 77,4 Jahre [1] Länder mit 28 % der Weltbevölkerung haben ihren Höchststand schon überschritten [1] Quellen: [1] UN DESA (2024): World Population Prospects 2024 · [2] UN WPP 2024 via Our World in Data 04
  4. 01 · Bevölkerung – Drei Prognosen Höhepunkt zwischen 2064 und

    2084 Mrd. Menschen Beobachtet 1950–2023 (UN-Schätzung) [2] UN WPP 2024 (mittlere Variante): Höhepunkt 10,3 Mrd. (2084), 2100: 10,2 Mrd. [1] [2] 10 8,2 Mrd. (2024) 8 IIASA / Wittgenstein Centre (SSP2): Höhepunkt 10,13 Mrd. (2080), 2100: 9,88 Mrd. [3] 6 4 IHME (Lancet 2020, Referenz): Höhepunkt 9,73 Mrd. (2064; 95 %-UI 8,84–10,9), 2100: 8,79 Mrd. (6,83–11,8) [4] 2 ◆ Höhepunkt · • Wert 2100. Gestrichelte Linien verbinden nur die veröffentlichten Eckwerte. 2,5 Mrd. (1950) 0 1950 1975 Projektionen ab 2024 → 2000 2025 2050 2075 2100 Quellen: [1] UN DESA 2024 · [2] UN WPP 2024 via OWID · [3] K.C. et al. 2024 (IIASA) · [4] Vollset et al. 2020 (Lancet) 05
  5. 01 · Bevölkerung – Erklärung der Unterschiede Warum die Prognosen

    auseinanderliegen Prognose Ansatz und zentrale Annahme Höhepunkt Jahr 2100 UN DESA – WPP 2024 Probabilistisch; 80 % Wahrscheinlichkeit für einen Höhepunkt in diesem Jh. [1]; Fertilität 2100: 1,84 [2] 10,3 Mrd. (2084) 10,2 Mrd. IIASA / WIC – SSP2 Bildung als Schlüsselvariable: Geburten, Sterblichkeit und Migration nach Bildungsstand [3] 10,13 Mrd. (2080) 9,88 Mrd. IHME – GBD 2020 Fertilität abhängig von Frauenbildung und Verhütungszugang; Fertilität 2100: 1,66 [4] 9,73 Mrd. (2064) 8,79 Mrd. Kleine Differenz, große Wirkung Neuere IHME-Studie (2024) Wenige Zehntel Kinder pro Frau verändern die Bevölkerung 2100 um Milliarden: Im IHME-Szenario „SDG-Tempo“ leben 2100 nur 6,29 Mrd. Menschen [4]. Globale Fertilität 2021: 2,23 → 2050: 1,83 → 2100: 1,59. Bis 2100 liegen 97 % aller Länder unter dem Ersatzniveau [5]. Quellen: [1] UN DESA 2024 · [2] WPP 2024 via OWID · [3] K.C. et al. 2024 · [4] Vollset et al. 2020 · [5] GBD 2021 Collab. 2024 06
  6. 01 · Bevölkerung – Erklärung 1 Das Modell des demografischen

    Übergangs Phase 1 prätransformativ Phase 2 frühtransformativ Phase 3 mitteltransformativ Phase 4 spättransformativ Phase 5 posttransformativ Geburtenrate Bevölkerungszahl Sterberate Hohe Geburten- und Sterberate: kaum Wachstum Die Sterberate sinkt zuerst, die Geburtenrate bleibt hoch: starkes Wachstum Die Geburtenrate sinkt zeitverzögert: Wachstum verlangsamt sich Beide Raten niedrig: das Wachstum endet Schema nach Roser (2023) [6], qualitativ, nicht maßstäblich · Orange Fläche: Geburtenüberschuss = Wachstum Weitere Entwicklung hängt von der Fertilität ab – Schrumpfung möglich 07
  7. 01 · Bevölkerung – Erklärung 2 Die Geburtenrate sinkt überall

    – zeitversetzt 1950 2023 2100 (UN-Projektion) Ersatzniveau ≈ 2,1 Kinder pro Frau 6,52 5,79 5,69 4,85 4,07 3,11 2,70 2,02 Afrika 1,88 Asien 2,25 1,72 1,81 1,65 Lateinamerika & Karibik 1,60 1,63 Nordamerika 1,40 Europa Daten: [2] UN DESA (2024), WPP 2024 – Schätzungen und mittlere Variante, via Our World in Data · Kinder pro Frau 1,84 1,58 Welt 08
  8. 01 · Bevölkerung – Erklärung 3 Das Wachstum verlagert sich

    nach Afrika Afrika 1950 2023 Asien Europa Amerika 9% Ozeanien (< 1 %) 55 % 18 % 2100 22 % 59 % 38 % 9% 45 % 6% 14 % 2,49 Mrd. 13 % 8,09 Mrd. 11 % 10,18 Mrd. 1,48 → 3,81 Mrd. 29 % → 54 % 79 % Afrikas Bevölkerung 2023 → 2100; Europa schrumpft von 0,75 auf 0,59 Mrd. [2] Anteil Subsahara-Afrikas an allen Geburten weltweit, 2021 → 2100 [5] des Wachstums bis 2054 beruhen auf dem Bevölkerungsmomentum (junge Altersstruktur) [1] Daten: [2] UN WPP 2024 via OWID (Anteile: eigene Berechnung) · [1] UN DESA 2024 · [5] GBD 2021 Fertility Collab. 2024 09
  9. 01 · Bevölkerung – Erklärung 4 Was die Geburtenrate senkt

     Mehr Kinder überleben Überleben mehr Kinder, bekommen Eltern weniger Kinder [6]. 39 %  Bildung und Verhütung Bildung von Mädchen und Frauen sowie Zugang zu moderner Verhütung senken die Fertilität dauerhaft [4].  Wirtschaftlicher Wandel Mit dem Strukturwandel verlieren Kinder ihren ökonomischen Nutzen als Arbeitskraft [6].  Stellung der Frau Mehr gesellschaftliche Macht von Frauen geht mit weniger Kindern einher [6]. Der menschliche Faktor: Selbstbestimmung In einer UNFPA/YouGov-Umfrage (über 14.000 Erwachsene, 14 Länder) nannten 39 % finanzielle Gründe dafür, weniger Kinder zu haben als gewünscht. Die UNFPA sieht die eigentliche Krise in fehlender reproduktiver Selbstbestimmung [7]. Quellen: [4] Vollset et al. 2020 · [6] Roser 2023 (Our World in Data) · [7] UNFPA 2025: State of World Population 10
  10. 02 · Fossile Ressourcen – Langfristtrend 225 Jahre Energiehunger 86

    % Exajoule (EJ) pro Jahr 600 des weltweiten Energieangebots stammten 2025 aus Öl, Kohle und Gas [8] 500 400 Gas 300 Öl 200 100 Öl 201 EJ Kohle 166 EJ Erdgas 151 EJ Erneuerbare & Kernkraft 83 EJ Trad. Biomasse (Schätzung) Kohle ≈ 40 EJ Werte 2025 [9] 0 1800 1850 1900 1950 2000 2025 Daten: [9] Smil (2017) & Energy Institute (2026) via Our World in Data; eigene Umrechnung 1 EJ = 277,8 TWh · [8] EI 2026 12
  11. 02 · Fossile Ressourcen – Stand 2025 2025: Rekordverbrauch trotz

    Solarboom Primärenergie 2025 nach Quelle, in Exajoule (Anteil) Öl 201,0 (33,5 %) Kohle 166,0 (27,7 %) Erdgas Kernenergie Alle Rekorde 150,7 (25,1 %) 31,0 (5,2 %) Alle großen Energieträger erreichten 2025 das zweite Jahr in Folge Allzeithochs [8]. +1,7 % Gesamtangebot über 600 EJ; energiebedingte CO₂-Emissionen +1,1 % [8]. Wasserkraft 16,1 (2,7 %) Sonstige EE, Biokraftst. 15,6 (2,6 %) Solar 10,1 (1,7 %) Erneuerbare waren erstmals außerhalb einer Rezession die größte Quelle des Zuwachses [8]. Wind 9,8 (1,6 %) 105 Mio. Barrel/Tag Summe ≈ 600 EJ (ohne traditionelle Biomasse) [8] [9] Solar +30 % Weltölnachfrage 2025 (+1,3 Mio. b/d) [10] Quellen: [8] Energy Institute 2026 · [9] EI-Daten via OWID (Substitutionsmethode) · [10] OPEC 2026: ASB 2026 13
  12. 02 · Fossile Ressourcen – Reserven Wie lange reichen Öl,

    Gas und Kohle? Statische Reichweite = nachgewiesene Reserven ÷ heutige Jahresförderung Öl ≈ 57 Jahre 1.572 Mrd. Barrel Reserven (Ende 2025), Förderung 74,85 Mio. Barrel/Tag; 79 % der Reserven liegen in OPEC-Staaten [10] Erdgas ≈ 50 Jahre ≈ 209 Bio. m³ Reserven (Ende 2024) [11]; Verbrauch 2025 ≈ 4,2 Bio. m³ (150,7 EJ; 1 Mrd. m³ ≈ 0,036 EJ) [8] Kohle ≈ 116 Jahre ≈ 1.055 Mrd. t Reserven [12]; Förderung 2024: Rekord von 9,1 Mrd. t [13]  Reichweite ist keine Prognose Die Kennzahl blendet Neufunde, technischen Fortschritt, Preise und Nachfrageänderungen aus [14]. Beim Erdöl blieb sie seit 1945 trotz steigender Förderung in einem Korridor von etwa 20 bis 50 Jahren – neue Funde glichen den Verbrauch aus [14]. Fazit: Geologisch sind fossile Rohstoffe auf absehbare Zeit nicht knapp. Eigene Berechnung · [8] EI 2026 · [10] OPEC 2026 · [11] OPEC 2025 · [12] BGR 2024 · [13] IEA 2025 · [14] BGR 2019 14
  13. 02 · Fossile Ressourcen – Szenarien Drei Zukunftspfade der IEA

    Current Policies (CPS) Stated Policies (STEPS) Net Zero (NZE) Nur heute geltende Politik Angekündigte Politik Netto-Null bis 2050 Öl- und Gasnachfrage wachsen bis 2050 weiter; Kohle sinkt ab Ende dieses Jahrzehnts [15]. Ölnachfrage erreicht um 2030 ein Plateau bei ≈ 102 Mio. Barrel/Tag; Gas wächst bis in die 2030er [15]. Nachfrage nach allen fossilen Energieträgern sinkt; 1,5 °C wird jahrzehntelang überschritten [15]. ≈ 3 °C ≈ 2,5 °C Erwärmung bis 2100 („fast 3 °C“) Erwärmung bis 2100 < 1,5 °C bis 2100 – nach zeitweiliger Überschreitung Szenarien sind keine Vorhersagen, sondern Wenn-dann-Pfade: Welcher eintritt, entscheiden Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Quelle: [15] IEA (2025): World Energy Outlook 2025, Executive Summary (veröffentlicht am 12.11.2025) 15
  14. 02 · Fossile Ressourcen – Die eigentliche Grenze Die Grenze

    setzt das Klima, nicht die Geologie Anteil der Reserven, der bis 2050 im Boden bleiben muss (1,5 °C mit 50 % Wahrscheinlichkeit) [16] Öl 58 % bleiben im Boden Erdgas 59 % bleiben im Boden Verbleibendes CO₂-Budget 130 Gt CO₂ ab Anfang 2026 für 1,5 °C (50 % Wahrscheinlichkeit) – bei heutigen Emissionen in rund drei Jahren aufgebraucht [27]. Kohle 89 % bleiben im Boden Es gibt weit mehr fossile Reserven, als das Klima verkraftet. Zudem müsste die Öl- und Gasförderung bis 2050 um rund 3 % pro Jahr sinken [16]. Quellen: [16] Welsby et al. (2021), Nature 597 · [27] Forster et al. (2026): Indicators of Global Climate Change 2025 16
  15. 02 · Fossile Ressourcen – Der menschliche Faktor Wer verbraucht

    wie viel Energie? Primärenergieverbrauch pro Kopf 2024, in kWh [18] USA 76.800 Deutschland 37.790 China 34.510 Welt ≈ 20.150 Brasilien Kaya-Identität CO₂ = Bevölkerung × BIP pro Kopf × Energie pro BIP × CO₂ pro Energie Zerlegt Emissionen in Treiber, die menschliches Handeln abbilden [17]. 18.490 IPCC AR6, Arbeitsgruppe III: Indien Nigeria Äthiopien 7.810 2.210 690 „Weltweit blieben BIP pro Kopf und Bevölkerungswachstum im letzten Jahrzehnt die stärksten Treiber der CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen.“ [17] Ein Mensch in den USA verbraucht über 100-mal so viel Energie wie ein Mensch in Äthiopien (Katar: 214.520 kWh) [18]. Quellen: [17] Dhakal et al. (2022), IPCC AR6 WGIII, Kap. 2 (eigene Übersetzung) · [18] Our World in Data / EI 2025; Welt: eigene Berechnung 17
  16. 02 · Fossile Ressourcen – Der menschliche Faktor Emissionen sind

    extrem ungleich verteilt Ärmste 50 % Mittlere 40 % Reichste 10 % der Weltbevölkerung Anteil an der Bevölkerung Anteil an den Emissionen 2019 50 % 12 % 40 % 40 % 10 % 48 % Treibhausgasemissionen nach Einkommensgruppen der Weltbevölkerung, 2019 [19] 23 % 34–45 % vs. 13–15 % des Emissionswachstums seit 1990 gehen auf das reichste 1 % zurück [19]. IPCC: Die 10 % der Haushalte mit den höchsten Pro-Kopf-Emissionen verursachen 34– 45 % der konsumbasierten Haushaltsemissionen, die unteren 50 % nur 13–15 % [20]. Quellen: [19] Chancel (2022), Nature Sustainability 5 · [20] IPCC (2022), AR6 WGIII, Summary for Policymakers, B.3.4 18
  17. 03 · Klima – Der Befund „Es ist eindeutig, dass

    der Einfluss des Menschen die Atmosphäre, den Ozean und die Landflächen erwärmt hat.“ [24] 1850 1900 1950 Zitat: [24] IPCC 2021, WGI SPM A.1 (dt. Übers.) · Streifen: [21] HadCRUT5 via OWID, Farbe relativ zu 1971–2000 · [22] Hawkins 2000 2025 20
  18. 03 · Klima – Temperaturentwicklung Die elf wärmsten Jahre: 2015

    bis 2025 °C 2024: +1,53 °C – Rekordjahr 1,5-°C-Marke (Paris-Ziel, Langfristmittel) +1,5 +1,0 Linie: gleitendes 11-Jahres-Mittel +0,5 0 1850 2015–2025 sind die elf wärmsten Jahre – in allen acht von der WMO ausgewerteten Datensätzen [25] 1900 1950 Basis 1850–1900: 2025 = +1,44 ± 0,13 °C (WMO) [25], +1,47 °C (Copernicus); 2024 = +1,60 °C [26] 2000 2025 Mittel 2016–2025: +1,26 °C; Erwärmungsrate 0,27 °C pro Jahrzehnt [27] Diagramm: [21] Met Office HadCRUT5 via OWID, Abweichung von 1861–1890 · [25] WMO 2026 · [26] Copernicus 2026 · [27] Forster et al. 2026 21
  19. 03 · Klima – Gesicherte Erkenntnisse Sechs Grundlagen der Klimaforschung

    CO₂-Konzentration Erdgeschichte Klimasensitivität 425,7 ppm 2 Mio. Jahre 3 °C im Jahr 2025 – 52 % über dem vorindustriellen Niveau [28] So hoch wie 2019 (410 ppm) war die CO₂-Konzentration seit mindestens 2 Mio. Jahren nicht [24] Erwärmung bei CO₂-Verdopplung im Gleichgewicht (wahrscheinlich 2,5– 4 °C) [24] CO₂ und Erwärmung Meeresspiegel Energiebilanz 0,45 °C +20 cm ×2 je 1.000 Gt kumulierter CO₂-Emissionen (wahrscheinlich 0,27–0,63 °C) – fast linear [24] Anstieg 1901–2018; zuletzt 3,7 mm pro Jahr (2006–2018) – Tendenz steigend [24] Das Energieungleichgewicht der Erde hat sich seit 1976–1995 mehr als verdoppelt [27] Quellen: [24] IPCC (2021), AR6 WGI, Summary for Policymakers · [27] Forster et al. (2026) · [28] Global Carbon Budget 2025 22
  20. 03 · Klima – Der menschliche Faktor Die Erwärmung ist

    menschgemacht 1,37 °C Gt CO₂ pro Jahr 38,6 Gt (2024) menschgemachte Erwärmung 2025; im Jahrzehnt 2016–2025 waren 1,24 der beobachteten 1,26 °C menschgemacht [27] 30 0,27 °C 20 pro Jahrzehnt: Tempo der menschgemachten Erwärmung 2016–2025 [27] 56,8 Gt 10 5,9 Gt (1950) CO₂-Äquivalente: Treibhausgasemissionen 2024 – Allzeithoch; davon 38,6 Gt fossiles CO₂ [27] 0 1850 1900 1950 2000 2024 Diagramm: [28] Global Carbon Budget 2025 via OWID (fossil + Industrie) · Kennzahlen: [27] Forster et al. (2026), ESSD 18 23
  21. 03 · Klima – Projektionen Wie warm wird es bis

    2100? Erwärmung 2081–2100 ggü. 1850–1900 in °C: Balken = beste Schätzung, Linie = sehr wahrscheinliche Spanne [23] [24] CO₂-Budget für 1,5 °C SSP1-1.9 sehr niedrig ≈ 130 Gt CO₂ 1,4 °C SSP1-2.6 niedrig 1,8 °C SSP2-4.5 mittel 2,7 °C ab Anfang 2026 (50 % Wahrscheinlichkeit) – bei heutigen Emissionen in etwa drei Jahren aufgebraucht. Die menschgemachte Erwärmung dürfte 1,5 °C in rund vier Jahren überschreiten [27]. SSP3-7.0 hoch 3,6 °C Bezug zu den IEA-Szenarien SSP5-8.5 sehr hoch Heutige Politik führt zu fast 3 °C, angekündigte Politik zu etwa 2,5 °C bis 2100 [15]. 4,4 °C 0 1 2025: 1,37 °C (menschgemacht) [27] 2 3 1,5 °C 2 °C 4 5 6 Quellen: [15] IEA 2025 · [23] IPCC 2023, SYR · [24] IPCC 2021, WGI, Tab. SPM.1 · [27] Forster et al. 2026 / Copernicus 11.06.2026 24
  22. 03 · Klima – Der menschliche Faktor Die Mehrheit will

    Klimaschutz – und weiß es nicht Weltweite Umfrage, knapp 130.000 Befragte in 125 Ländern [29] Pluralistische Ignoranz Wären bereit, 1 % ihres Einkommens für Klimaschutz abzugeben Menschen unterschätzen systematisch, wie viele andere Klimaschutz unterstützen. Das kann gemeinsames Handeln bremsen [29]. 69 % Geschätzter Anteil der anderen, die dazu bereit wären 43 % Hebel Verhalten Fordern mehr politisches Handeln gegen den Klimawandel 89 % 40–70 % weniger Emissionen in den Endverbrauchssektoren bis 2050 sind laut IPCC durch nachfrageseitige Maßnahmen inkl. Verhaltensänderungen möglich [20]. Quellen: [29] Andre, Boneva, Chopra & Falk (2024), Nature Climate Change 14 · [20] IPCC (2022), AR6 WGIII, SPM C.10 25
  23. Synthese Drei Entwicklungen – ein System Bevölkerung Energie Emissionen Erwärmung

    8,2 Mrd. heute, Höhepunkt 9,7–10,3 Mrd. [1] [4] ≈ 600 EJ pro Jahr, davon 86 % fossil [8] 38,6 Gt fossiles CO₂ im Jahr 2024 [27] 1,37 °C menschgemacht (2025) [27] Bildung, Selbstbestimmung Konsum, Ungleichheit Politik, Technologie Wahrnehmung, Handeln ↑ Der menschliche Faktor wirkt auf jeder Stufe Bevölkerung wächst weiter, aber 1 Die langsamer – der Höhepunkt liegt je nach Prognose zwischen 2064 und 2084. Rohstoffe sind geologisch 2 Fossile nicht knapp – knapp ist das Erwärmung ist eindeutig 3 Die menschgemacht – und damit durch verbleibende CO₂-Budget. menschliche Entscheidungen veränderbar. Belege: [1] UN DESA 2024 · [4] Vollset et al. 2020 · [8] EI 2026 · [27] Forster et al. 2026 26
  24. Quellenverzeichnis · 1/3 · Bevölkerung und Energie Quellen [1]–[10] [1]

    UN DESA, Population Division (2024): World Population Prospects 2024: Summary of Results. New York: United Nations. population.un.org/wpp [6] Roser, M. (2019, aktualisiert 2023): Demographic transition: Why is rapid population growth a temporary phenomenon? Our World in Data. ourworldindata.org/demographic-transition [2] UN DESA (2024): World Population Prospects 2024 – Bevölkerung und Fertilität (Schätzungen, mittlere Variante); Daten via Our World in Data. [7] UNFPA (2025): State of World Population 2025 – The Real Fertility Crisis: The pursuit of reproductive agency in a changing world. New York: UNFPA. [3] K.C., S. et al. (2024): Updating the Shared Socioeconomic Pathways (SSPs) Global Population and Human Capital Projections. IIASA Working Paper WP-24-003. Laxenburg. [4] Vollset, S. E. et al. (2020): Fertility, mortality, migration, and population scenarios for 195 countries and territories from 2017 to 2100. The Lancet 396, 1285–1306. doi:10.1016/S0140-6736(20)30677-2 [5] GBD 2021 Fertility and Forecasting Collaborators (2024): Global fertility in 204 countries and territories, 1950–2021, with forecasts to 2100. The Lancet 403, 2057–2099. doi:10.1016/S0140-6736(24)00550-6 [8] Energy Institute (2026): Statistical Review of World Energy 2026 (75. Ausgabe) sowie Pressemitteilung vom 30.06.2026. London. energyinst.org/statistical-review [9] Smil, V. (2017): Energy Transitions, 2. Aufl. Santa Barbara: Praeger; Energy Institute (2026) – aufbereitet von Our World in Data: Global primary energy consumption by source. [10] OPEC (2026): Annual Statistical Bulletin 2026 (61. Ausgabe) sowie Pressemitteilung vom 29.04.2026. Wien: OPEC. opec.org Alle Online-Quellen zuletzt abgerufen am 02.10.2026 · Eigene Berechnungen sind auf den Folien gekennzeichnet 27
  25. Quellenverzeichnis · 2/3 · Ressourcen und menschlicher Faktor Quellen [11]–[20]

    [11] OPEC (2025): Annual Statistical Bulletin 2025 – Erdgasreserven Ende 2024; zitiert nach Wikipedia: „List of countries by natural gas proven reserves“ (Abruf 02.10.2026). [16] Welsby, D.; Price, J.; Pye, S.; Ekins, P. (2021): Unextractable fossil fuels in a 1.5 °C world. Nature 597, 230–234. doi:10.1038/s41586-021-03821-8 [12] BGR (2024): BGR-Energiestudie 2023 – Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung. Hannover. doi:10.25928/es2023; Kohlereserven zitiert nach Wikipedia: „List of countries by coal reserves“. [17] Dhakal, S.; Minx, J. C.; Toth, F. L. et al. (2022): Emissions Trends and Drivers. In: IPCC: Climate Change 2022 – Mitigation of Climate Change (AR6 WGIII), Kap. 2. Cambridge University Press. doi:10.1017/9781009157926.004 [13] IEA (2025): Coal 2025 – Analysis and forecast to 2030. Paris: International Energy Agency. iea.org/reports/coal-2025 [18] Our World in Data (2025): Primary energy consumption per capita – auf Basis von Energy Institute (2025) und UN WPP 2024. ourworldindata.org/grapher/per-capita-energy-use [14] BGR (2019): BGR-Energiestudie 2019; zitiert nach Wikipedia: „Reichweite (Rohstoff)“ (Abruf 02.10.2026). [15] IEA (2025): World Energy Outlook 2025. Paris: International Energy Agency, 12.11.2025. iea.org/reports/world-energy-outlook-2025 [19] Chancel, L. (2022): Global carbon inequality over 1990–2019. Nature Sustainability 5, 931–938. doi:10.1038/s41893-022-00955-z [20] IPCC (2022): Summary for Policymakers. In: Climate Change 2022 – Mitigation of Climate Change (AR6 WGIII). Cambridge University Press. doi:10.1017/9781009157926.001 Hinweis: [11], [12] und [14] sind Sekundärzitate über Wikipedia – für eine Facharbeit die Originalstudien prüfen 28
  26. Quellenverzeichnis · 3/3 · Temperatur und Klima Quellen [21]–[29] [21]

    Met Office Hadley Centre (2026): HadCRUT.5.1.0.0, aufbereitet von Our World in Data (Temperature anomaly, Basis 1861–1890); Methode: Morice, C. P. et al. (2021), J. Geophys. Res. Atmos. 126, e2019JD032361. [26] Copernicus Climate Change Service (2026): Copernicus: 2025 was the third hottest year on record (Global Climate Highlights 2025), 14.01.2026. climate.copernicus.eu [22] Hawkins, E. (2018): Warming Stripes (#ShowYourStripes). University of Reading. showyourstripes.info [27] Forster, P. M.; Walsh, T.; Smith, C. et al. (2026): Indicators of Global Climate Change 2025. Earth System Science Data 18, 3889–3933. doi:10.5194/essd-18-3889-2026; Copernicus-Meldung vom 11.06.2026. [23] IPCC (2023): Summary for Policymakers. In: Climate Change 2023 – Synthesis Report (AR6). Genf: IPCC, S. 1–34. doi:10.59327/IPCC/AR6-9789291691647.001 [24] IPCC (2021): Summary for Policymakers. In: Climate Change 2021 – The Physical Science Basis (AR6 WGI). Cambridge University Press, S. 3–32. doi:10.1017/9781009157896.001 [25] WMO (2026): WMO confirms 2025 was one of warmest years on record. Pressemitteilung vom 14.01.2026. wmo.int Alle Online-Quellen zuletzt abgerufen am 02.10.2026 [28] Friedlingstein, P. et al. (2025): Global Carbon Budget 2025. Earth System Science Data (Preprint); Pressemitteilung des Global Carbon Project vom 13.11.2025; Emissionsreihe via Our World in Data. [29] Andre, P.; Boneva, T.; Chopra, F.; Falk, A. (2024): Globally representative evidence on the actual and perceived support for climate action. Nature Climate Change 14, 253–259. doi:10.1038/s41558-024-01925-3 29