im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in Frankfurt/Main. Darüberhinaus bin ich als Trainer, Redner und Coach tätig. Ich wünsche Ihnen viele Einsichten und Erkenntnisse! Ihr Martin-Niels Däfler
vermeiden. Je höher man auf der Karriereleiter steht, desto öfters muss man vor Gruppen reden. Mit den folgenden 10 Tipps werden Sie künftig entspannter solchen Herausforderungen begegnen. https://www.flickr.com/photos/127779946@N02/15307292497
ist eines der größten Missverständnisse in der Kommunikation, das Innere – also den Inhalt – wichtiger zu erachten als das Äußere. Denn: Wir urteilen in aller Regel zunächst immer danach, wie uns das Gegen- über „gefällt“. Das war schon vor Zehntausenden Jahren so, als homo sapiens noch nicht sesshaft war – da musste in Sekunden entschieden werden, ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Daher stammt unsere Neigung, zuerst rein nach dem Äußeren zu urteilen. 01
Die tägliche Informationsflut zwingt uns zu einer immer schnelleren Wahrnehmung. Wir entscheiden in kürzester Zeit, wie wir einen neuen Gesprächspartner, eine Situation oder ein Angebot einschätzen. Also: Bei einem Vortrag zählt nicht nur der Inhalt, sondern auch das Erscheinungsbild des Vortragenden. Wer gepflegt und dem Anlass entsprechend gekleidet ist, wird einen positiven ersten Eindruck machen – das beste Fundament für einen erfolgreichen Vortrag. Achten Sie deshalb auf …
zwei Drittel aller Informationen werden nicht über die Sprache vermittelt, sondern über andere „Kanäle“. Dazu zählen Blickverhalten (Blickkontakt), Gesichtsausdruck (Mimik), Körperhaltung und Körperbewegung (Gestik) und Berührung (Taktilität). Auch der Klang unserer Stimme und die Lautstärke haben sehr viel Einfluss darauf, ob und was andere verstehen. Hinzu kommt, dass Menschen dazu neigen, Spannungszustände ihrer Gesprächspartner selbst anzunehmen („interne Simulation“): Je entspannter Sie sind (wirken), desto entspannter sind Ihre Zuhörer!
verbale Sprache. Sie hilft der Verständigung, denn die nonverbalen Signale geben dem Gesprächspartner Hinweise darauf, was das Gesagte tatsächlich bedeutet. Dabei ist die Körpersprache oft ehrlicher als das gesprochene Wort, weil wir sie nur teilweise beeinflussen können. Deshalb kommt es häufig zu Differenzen zwischen Gesprochenem und Gezeigtem. Das Ziel sollte sein, die Körpersprache bewusst zu verwenden, sie jedoch nicht gekünstelt einzusetzen oder gar mit ihrer Hilfe die Zuhörer zu manipulieren. Am wichtigsten ist stets, authentisch zu bleiben.
hat einen hohen Einfluss darauf, wie die Zuhörer die Inhalte aufnehmen. Um mit Ihrer Stimme zu überzeugen, sollten Sie sich an die folgenden Empfehlungen halten. 03
Sätze Ihres Vortrags. − Versuchen Sie stets, am Ende eines Satzes Ihre Stimme zu senken. − Einatmen heißt Spannung aufnehmen und Ausatmen heißt Spannung abgeben. Atmen Sie deshalb bewusst und kräftig aus. − Sprechen Sie tendenziell etwas langsamer als normal. Variieren Sie gelegentlich Ihre Sprechgeschwindigkeit, werden Sie also durchaus auch mal für eine kurze Zeit etwas schneller. − Vermeiden Sie „Denkfüller“ („äh“, „hm“, „ahm“, „ja“, „also“). − Vermeiden Sie „Frageanhängsel“ („oder?“, „nicht wahr?“, „okay?“). Sprechregeln
angeblickt wird, fühlt man sich beachtet. Aber schauen Sie Ihrem Publikum nicht direkt in die Augen, sondern auf die Nasenwurzel oder Stirn (sonst fühlt sich der Betrachtete bedroht).
seinem Wahrheitsgehalt und an seiner Bedeutung eingebüßt. Statt Ihr Publikum mit komplizierten Begriffen, Spezialistenvokabular und gedrechselten Satzkonstruktionen zu verwirren, sollten Sie einen natürlichen Sprachstil pflegen. Nicht beeindrucken, sondern verstanden werden, ist die Devise!
Hauptsätze (maximal acht Wörter), streichen Sie Fach- und Fremdwörter, tilgen Sie so genannte „Weichmacher“ (wie „eigentlich“, „meistens“, „im Allgemeinen“), führen Sie kon- krete Beispiele an, erzählen Sie Geschichten, berichten Sie von eigenen Erfahrungen und benutzen Sie viele Bilder/ Metapher. Bild: Alexandra H./pixelio.de
dann wirklich verinnerlicht, wenn sie öfters wiederholt werden. Man spricht auch von der „Suggestivkraft der Redundanz“. Wer seine Botschaft mit ähnlichen Formulierungen mit jeweils neuen Beispielen wiederholt, der erzielt bei seinem Publikum die beste Wirkung. Scheuen Sie sich nicht, bewusst zu sagen, dass Sie sich wiederholen, zum Beispiel mit einer der folgenden Formulierungen …
deshalb nicht das Licht aus. Halten Sie Ihren Vortrag im Hellen. Der Hintergrund dieser Empfehlung: Je heller der Raum ist, desto langsamer ermüden die Zuhörer. Bild: Rainer Sturm /pixelio.de
Denn: Unterbewusst erinnert ein Pult an Schulzeiten oder an Kirchenbesuche: Wer vorne steht und spricht, ist der „Lehrmeister“, wir sind die „Schüler“.
Erfolgsgeheimnisse hervorragender Redner lautet: Unterhaltung stärkt die Vorstellungskraft. Begeistern Sie also Ihre Zuhörer mit einem kurzweiligen Vortrag. 08
Oft ist bei Reden oder Vorträgen noch Zeit für eine Diskussion vorgesehen. Manche Referenten eröffnen diese dann mit der Aufforderung „Haben Sie noch Fragen?“ und wundern sich, wenn niemand die Hand hebt. Auf der nächsten Folie finden Sie daher acht Anregungen, um eine Diskussion zu beginnen. 09
zuerst eine geschlossene und dann offene Fragen! 2. Stellen Sie notfalls die erste Frage selbst! 3. Sprechen Sie ein aktuelles Thema an! 4. Lassen Sie die erste Frage durch einen Vertrauten stellen! 5. Erfinden Sie einen Redebeitrag! 6. Werden Sie emotional! 7. Stellen Sie eine Quizfrage! 8. Sprechen Sie einen Ihnen bekannten Teilnehmer an!
Häufig wird man als Redner in einer Diskussions- oder Fragerunde mit Vorwürfen konfrontiert. Wenn Ihnen partout keine sinnvolle Antwort auf den Vorwurf eines Zuhörers einfällt, dann nutzen Sie eine der folgenden Techniken, um Angriffe zu erwidern … 10
man eigentlich nicht aus Büchern oder Tutorials lernen, sondern nur, indem man es selbst macht und übt. Es ist wie beim Radfahren: Man muss ein paar Mal hinfallen, bis man es beherrscht. Die zehn genannten Tipps werden Ihnen allerdings helfen, sich nicht allzu weh zu tun. In diesem Sinne: Nutzen Sie jede Gelegenheit, die sich Ihnen bietet, um vorzutragen! Bild: bhp/pixelio.de