im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in Frankfurt/Main. Darüberhinaus bin ich als Trainer, Redner und Coach tätig. Ich wünsche Ihnen viele Einsichten und Erkenntnisse! Ihr Martin-Niels Däfler
stets wiederkehrenden Masterlayout, dekorativen Elementen und ohne Bilder passen nicht mehr in eine Zeit, da die meisten Zuhörer eine hohe Anspruchshaltung an Präsentationen haben.
zu erstellen Folien dürfen nicht gleichzeitig als Handouts genutzt werden Bild: Klaus-Uwe Pacyna/pixelio.de „Wenn man zwei Hasen jagt, bekommt man keinen.“
haben unterschiedliche „Aufgaben“. Erfolgreiche Präsentatoren sprechen beide Hälften an. Sie bringen also nicht nur Fakten, sondern verwenden auch visuelle Reize (Bilder) und werden emotional. logisch rational visuell emotional
dem, was Sie bislang gelernt und gesehen haben. Machen Sie sich frei davon! Oder, um mit Meister Yoda aus dem Kinoepos „Star Wars“ zu sprechen: „Vergessen du musst, was früher du gelernt.“ Bild: LEGO
und Interesse der Zuhörer … sind wichtig. Doch Folien – als oftmals alleiniges Medium – tragen entscheidend zum Erfolg einer Präsentation bei Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
und Papier! Bild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de Denn: Wir sind erwiesenermaßen kreativer, wenn wir zunächst ganz klassisch arbeiten und uns nicht im „digitalen Modus“ befinden. 01
eine große Pinnwand und Post-it-Zettel, um Vorträge, Artikel oder Folienpräsentationen zu entwerfen. So sehe ich den gesamten Inhalt auf einen Blick und kann die einzelnen Gedanken auf den Post-its leicht ver- schieben/ergänzen. Statt einer Pinnwand können Sie auch Türen, Wände oder einen Tisch als „Arbeitsoberfläche“ verwenden.
sollten Sie eine klare Vorstellung davon haben, wie Sie Ihre Präsentation aufbauen. Bei Vorträgen, bei denen die Informationsvermittlung im Mittelpunkt steht, können Ihnen die folgenden Fragen helfen, Ihren Vortrag zu gliedern …
Thema wichtig für die Zuhörer? • Was ist das Ziel des Vortrags? Hauptteil • Was war, was ist, was wird sein? • Wo ist das Thema relevant? • Welchen Einfluss haben Faktor X, Y und Z auf das Thema? • Welchen Nutzen hat wer? • Welche Nachteile hat wer? • Wie können die Aussagen begründet werden? • Welche Beispiele lassen sich anführen, um die Thesen zu bestätigen? Zusammenfassung • Welche Schlussfolgerungen lassen sich ziehen? • Was muss getan werden? Wie geht es weiter? • Was haben die Thesen oder Aussagen mit der Ausgangssituation zu tun?
„When in doubt, cut it out!“ Wenn Sie daran zweifeln, ob eine Folie erforderlich ist, dann denken Sie daran: In wirklich guten Präsentationen wird etwas gezeigt, was sprachlich nicht besser dargestellt werden könnte. Die Gütefrage lautet also: Erleichtert eine Folie dem Publikum das Verständnis, trägt sie dazu bei, die Inhalte schneller oder besser zu vermitteln? 03
ein Vergleich: Im Radio läuft Ihr Lieblingssong, aber der Empfang ist sehr schlecht – das Rauschen überlagert die schöne Melodie, sie wechseln den Radiosender oder schalten aus. Ähnlich verhält es sich mit Folien. Selbst die interes- santesten Inhalte können die Zuhörer nicht erfassen, wenn es zu viele (graphische) Ablenkungen/Störungen gibt. Außerdem: Jedes überflüssige Element kostet wertvollen Platz, den Sie für die eigentliche Gestaltung benötigen.
jede Folie komplett neu. Wenn große Teile immer wieder gleich aussehen, schluss- folgert das Gehirn „Kenne ich schon“ und schaltet ab. Gestalten Sie Ihre Folien also unterschiedlich, etwa durch eine Variation der Anordnung von Bildern oder Textelementen. Diese Empfehlung darf jedoch nicht als Aufforderung zur gestalterischen Anarchie missverstanden werden. Einige Layout-Merkmale, wie Gestaltungsraster, Schriftarten, Farben, Animationen etc. sollten immer wiederkehren.
geht in unserem Unternehmen nicht. Wir müssen uns an die Vorgaben unseres „CD-Manuals“ oder Gestaltungshandbuchs halten. Ja, das ist zugegebenermaßen leider noch sehr häufig der Fall. Als Kompromiss bietet sich das so genannte „Hamburger-Prinzip“ an: Gestalten Sie die erste und letzte Folie – quasi das „Brötchen“ – im „Corporate-Idendity-Kleid“ und wechseln Sie dazwischen die Gestaltung ab.
white space!“ Das gilt auch für die Gestaltung von Folien. Diese sollten aussehen wie die Auslage eines typischen Luxusgüterschäfts: fast leer, dafür edel.
weißem Hintergrund ist am besten zu lesen. Auch weiße Schrift auf schwarz ist noch gut zu entziffern. Gelegentlich kann auch eine andere Farbe als „Kulisse“ dienen – entscheidend sind deutliche Kontraste, sodass die Schrift beziehungsweise Bildelemente gut zu erkennen sind.
gerechtfertigt ist, wenn also bestimmte Inhalte hervorgehoben werden sollen. Sofern mehrere Farben eingesetzt werden müssen, sollten diese miteinander harmonieren. Das sind diejenigen Farben, die im Farb- kreis nahe beieinander liegen. Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
erfasst werden können. Die logische Folge: Es sollte nur eine kleine Textmenge auf einer Folie stehen. Dies erreicht man durch die Verwendung eines großen Schriftgrads (mindestens 24, besser noch 30 Punkt).
ist, sollten auch nie mehr als sieben Elemente (Zeilen/ Textblöcke, Bilder, Grafiken, Symbole) auf einer Folie verwendet werden, damit diese auf einen Blick erfasst werden kann.
wenn wir dazu eine bildliche Vorstellung haben oder wenn unser Gehirn damit eine Geschichte verknüpft. Bild: Katharina Wieland Müller/pixelio.de Gute Redner machen sich diese Erkenntnis schon seit der Antike zu Nutze, indem sie Metaphern und Analogien verwenden. Auch die Werbung setzt auf die Kraft des Visuellen. 10
Achten Sie darauf, dass die eingesetzten Bilder qualitativ hochwertig sind, also eine gute Auflösung besitzen. Auf folgenden Internetseiten können kostenlos Bilder heruntergeladen und legal im Rahmen von nicht-kommerziellen Präsentationen verwendet werden: Geben Sie immer die Quelle an!
doch einfach selbst zur Kamera. Das macht Ihre Präsentation zudem unverwechselbar und originell. Wenn ich beispielsweise in meiner Vorlesung deutlich machen will, dass man sein ganzes Leben lang wissens- hungrig bleiben soll, dann zeige ich dieses Bild, das meine Tochter von mir gemacht hat.
Tipps zu berücksichtigen. Zu sehr scheinen sie im Widerspruch zu den Prinzipien der konventionellen Präsentationsgestaltung zu stehen. Oft wird angeführt, dass ein derartiges Folienlayout nicht seriös genug sei. Ich kann diese Argumentation nicht teilen, denn letztlich geht es doch darum, verstanden werden zu wollen und das Zuhören zu erleichtern. Die eingesetzten Medien sollten diese Ziele unterstützen. Dafür ist es erforderlich, die klassische Foliengestaltung in Frage zu stellen und sich einem modernen Stil zu öffnen.
feststellen, dass die genannten Tipps bereits von zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft beherzigt werden. Dort kann man sich auch inspirieren lassen und Anregungen für die Gestaltung der eigenen Folien holen. Bild: Jorma Bork/pixelio.de www.slideshare.net www.slidefinder.net www.ted.com/talks
kommt der letzte Tipp. Natürlich will ich nicht meine vorherigen Ausführungen in Frage stellen. Vielmehr geht es mir darum, dass Sie genau überlegen, ob der Einsatz von Folien überhaupt notwendig ist. Oftmals lassen sich Inhalte nämlich viel anschaulicher und besser mit anderen Medien vermitteln … 12
Auch der Einsatz von Metaplankarten und Pinnwänden ist häufig eine gute Alternative. Besonders viel Aufmerksamkeit erzielen Sie, wenn Sie Demonstrationsobjekte mitbringen und unter den Zuhörern herumgehen lassen, wie etwa Bücher, Produkte oder Teile davon. Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
hat schon mal …?“) Quiz („Wie viel Prozent glauben Sie …?“) Rollenspiele („Angenommen, Sie wären … und Sie wären …“) Übungen zum Mitmachen („Bitte stellen Sie sich alle …“) Gruppenspiele („Spiel der Stummen“) Diskussionen („Was halten Sie von …?“)
einem stets wiederkehrenden Masterlayout, dekorativen Elementen und ohne Bilder passen nicht mehr in eine Zeit, da die meisten Zuhörer – vor allem geprägt durch die neuen Medien – eine hohe Anspruchshaltung an Präsentationen haben. Bild: Ralph Aichinger/pixelio.de
Erinnerung bleiben und seine Inhalte leichter vermitteln können. Bei all dem darf jedoch nicht vergessen werden, dass es in erster Linie auf den Präsentator ankommt. Selbst hervorragend gestaltete Folien können keinen langweiligen Vortragsstil kompensieren.