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Citizen Power

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August 29, 2016

Citizen Power

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stefan thon

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  1. Energie in Bürgerhand: Auf dem Weg zu einem partizipativen Energiesystem

    Bild: Jaguarposa. http://www.flickr.com/photos/jaguarposa/3087568725/
  2. fig.1 Rohölproduktion aus der Nordsee und Ölpreisentwicklung 2006. fig.2 Niedergang

    der U.S. Ölproduktion seit den 1970er Jahren und Anstieg der Ölimporte. Wirtschaftliche Gründe Fossile Energieträger sind endlich. Also suchen wir nach alternativen Energiequellen. fig.1: David J.C. MacKay. Sustainable Energy – without the hot air. UIT Cambridge, 2008. ISBN 978-0-9544529-3-3. Available free online from www.withouthotair.com fig.2: Tom Murphy. Do the Math, 2011. http://physics.ucsd.edu/do-the-math/2011/11/peak-oil-perspective/
  3. fig.1 Feuerwehrmann auf dem Burhan Ölfeld in Kuwait, nachdem es

    von Irakischen Truppen 1991 in Brand gesetzt wurde. fig.2 Schlange an einer Tankstelle in Los Angeles während der Ölkriese 1979. Politische Gründe Wir sind abhängig von Energieimporten. Heimische Energiequellen erhöhen die Versorgungssicherheit fig.1: Sebastião Salgado. Contact Press Images. fig.2: © KPA
  4. fig.1 Anstieg der CO2- Konzentration seit Erfindung der Dampfmaschine 1769.

    fig.2 Der zerstörte Reaktorblock 4 in Tschernobyl kurz nach dem Unfall vom April 1986. fig.3 Teersandabbau zur Öl- Produktion in der Provinz Alberta, Kanada. Ökologische Gründe Fossile Brennstoffe verändern das Klima. Atomenergie birgt Strahlungsrisiken. Wir fürchten uns vor dem katastrophischen Potential fossiler/nuklearer Energietechnik. fig.1: David J.C. MacKay. Sustainable Energy – without the hot air. UIT Cambridge, 2008. ISBN 978-0-9544529-3-3. Available free online from www.withouthotair.com fig.2: AP Photo fig.3 Peter Essick, National Geographic
  5. Large Scale Zentral gesteuerte Komplexität Passive Verbraucher Verteilte Komplexität Aktive

    Koproduzenten Small Scale Bild: Erik Meylemans. http://www.flickr.com/photos/erikmeylemans/1414066066/ Bild: © ddp.de
  6. Personal Mainframe Ubiquitous Dezentralisierung (von Technologie, Informationen und Wissen) als

    strukturbestimmendes Merkmal der Informationsgesellschaft. Bild: Young Hyun, CAIDA
  7. Neue Verhaltensweisen und Organisationsformen: Auf offenen und verteilten Plattformen entstehen

    neue Möglichkeiten koproduktiven Handelns. http://www.wikipedia.org/ http://creativecommons.org/ http://www.grameen-info.org/ http://www.linuxfoundation.org/ http://thesims.com
  8. Communities of co-creation - Open source - distributed access -

    non-hierarchical organisation - user-driven
  9. Dezentralisierung Die Energiewende spielt sich zu Hause ab! Bild: Ryan

    Forston. http://www.flickr.com/photos/sammyskins/2278017975
  10. Weniger Verbrauchen Mehr Produzieren Energiesparendes Verhalten/ Nutzung effizienter Geräte und

    Anlagen. Betrieb dezentraler Erzeugungsanlagen. Bild: Ryan Forston. http://www.flickr.com/photos/sammyskins/2278017975
  11. „What gets measured, gets managed.” – Oder: Wie könnte die

    Energierechnung der Zukunft aussehen? Peter Drucker
  12. Erzeugungs- und Verbrauchssystem Erzeugung, Verbrauch und Eigenverbrauch an einem Sommertag.

    Vier-Personen-Haushalt und PV-Anlage mit 5 kW Leistung. Bild: SMA Solar Technology AG
  13. somehow or other, we‘ve got to find a commercial answer

    that makes us money and makes our customers‘ lives better by them consuming less energy. If I knew the answer, I could go away and collect my Nobel prize right now. Simon Skillings, E.ON UK In: The Guardian, 4. October 2005. http://www.guardian.co.uk/world/2005/oct/04/nuclear.greenpolitics
  14. Verbraucher als aktive Energiemanager Verbraucher als Energieproduzenten Support Dienstleistungen Lockwood,

    M. and Murray, R. (2005) RED Future Currents: Designing for a Changing Climate. Policy Paper, DesignCouncil, London
  15. der energieverbrauch der haushalte für wohnen ist zwischen 2005 und

    2010 um 7,0% gesunken. Vor allem der Verbrauch für Raumwärme ist, trotz einer gestiegenen Zahl von Haushalten und einem Zuwachs an Wohnfläche, rückläufig. Er war 2010 um 9,7% geringer als 2005. Dies könnte sowohl einer verbesserten Wärmedämmung und Heiztechnik als auch Einsparungen der Haushalte aufgrund steigender Preise für Heizenergie Strom geschuldet sein. Die Verbraucherpreise für Wohnenergie erhöhten sich zwischen 2000 und 2008 um 64,5%. Statistisches Bundesamt Umweltökonomische Gesamtrechnungen vom 23.04.2012 Pressemitteilung Nr. 372 vom 18.10.2010 und Pressemitteilung Nr. 055 vom 18.02.2009
  16. Der Stromverbrauch der Haushalte ist in den Jahren 2008 und

    2009 zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insgesamt verringerte sich der Stromverbrauch der Haushalte zwischen 2005 und 2010 um 1,7%. Statistisches Bundesamt Umweltökonomische Gesamtrechnungen vom 23.04.2012 Pressemitteilung Nr. 372 vom 18.10.2010 und Pressemitteilung Nr. 055 vom 18.02.2009
  17. Torsten (36) + Kristin(30) Markus(40) & Suzanna Klaus(60) + Evi(57)

    Thomas(29) + Julia Spektrum der Haushalte Die Interviewpartner befanden sich in unterschiedlichen speziefischen Lebensphasen. Alter Miete Eigenes Haus
  18. Unser Umgang mit Energie basiert auf größtenteils unbewussten Verhaltensmustern und

    wird vor allem durch soziale Praktiken und Normen bestimmt. vgl. Spitzer er al. (2012, 3 ff., 8) sowie Brunner et al. (2011a, 6, 27 f.) und Brunner et al. (2011b, 31 f., 4-8).
  19. Bücher und ausschließlich analoge Spielsachen der Kinder deuten auf eine

    starke Präferenz unmittelbarer, gemeinsamer Erfahrungen und Interaktionen, ohne die verwässernde Mediation komplexer Technik und Ektronik. Wohnzimmer als Zentraler Raum des Familienlebens Gemeinsame unmittelbare Erfahrungen ohne technische Hiflsmittel (kein TV, wenig Radio und Computer) Frühes Zubettgehen
  20. Der Umgang mit Energie folgt vor allem habituellen Mustern. Es

    gibt in fast keinem Haushalt ein ausschließlich rationales Energiehandeln, das wissensbasiert abläuft und durch Zweck-Mittel-Kalkulationen gekennzeichnet ist. Stattdessen ist das Energieverbrauchsverhalten durch Motive bestimmt, die mehr mit dem Verständnis eines gemütlichen Heims, mit unbewussten Verhaltensmustern, mit sozialen Regeln und mit der vorhandenen Technik zu tun haben, als mit rationalen Verbrauchsüberlegungen. vgl. Brunner et al. (2011b, 31f., 48, 55)
  21. Energiekonsum ist das Ergebnis einer Vielzahl von Alltagspraktiken (kochen, heizen,

    fernsehen, waschen). Diese basieren weniger auf bewussten Entscheidungen, sondern auf der „Performance“ alltäglicher Routinen. Die Alltagsroutinen der Haushalte sind derart verfestigt und wechselseitig miteinander verflochten, dass einer systematische Beeinflussung der häuslichen Verbrauchsmuster enge Grenzen gesetzt sind. vgl. Brunner et al. (2011a, 4, 28) sowie Brunner et al. (2011b, 6ff.); vgl. auch Spitzer et al. (2012, 8)
  22. (1) Erst Kochen... Viele Alltagshandlungen orientieren sich an gemeinsamen Mahlzeiten:

    Thomas und Julias Mogenroutine ist um ein gemeinsames Frühstück organisiert. Jeden Abend nach der Arbeit kocht Thomas zur Entspannung
  23. (2) ...dann essen... (3) ...und danach fernsehen! Alle anderen Alltagsaktivitäten,

    wie Fernsehen oder Hausarbeiten, orientieren sich an solchen festen Ritualen.
  24. Wochentags läuft bei Torsten und Kristin die Waschmaschine im Keller

    vor allem in den frühen Abendstunden, wenn beide Eltern zu Hause sind und einer die zwei kleinen Kinder beaufsichtigen kann.
  25. Versuche einer zielgerichteten Beeinflussung der Lebensweisen von Menschen drohen fast

    zwangsläufig an ihrem eigenen Komplexitätsanspruch zu scheitern. Denn hierbei ginge es um nicht weniger als um eine Abkehr von kulturellen Selbstverständlichkeiten, normativen Orientierungen und eingeschliffenen Alltagsroutinen. Zwischenfazit: Lebens- und Verhaltensweisen zielgerichtet zu beeinflussen ist extrem schwierig. vgl. Byzio et al. (2002, 21 ff.) & vgl. Mautz (2012, 241)
  26. Anders als bei unreflektierten Alltagshandlungen, wissen die Haushalte sehr genau,

    wo im Bereich der technischen Geräte- und Gebäudeausstattung Energie verloren geht. Etwa wenn Fenster undicht, Gebäude schlecht gedämmt oder technische Geräte veraltet sind. Die Haushalte investieren viel Zeit und hohe Summen in die Renovierung und (technische) Ausstattung ihrer Wohnräume. Handlungsleitend sind hierbei jedoch vielmehr die Sehnsüchte nach einem behaglichen und modernen Zuhause, als das Ziel Energie oder Kosten einzusparen. vgl.
  27. Das Bett von Markus und Suzanna Seit der Sanierung des

    alten Daches spart Markus viel Energie beim Heizen. Der Hauptgrund für die Dämmung des Dachbodens war jedoch, Platz für ein zusätzliches Schlafzimmer zu gewinnen.
  28. Nach dem Einzug in sein Haus hat Torsten als erstes

    die Fenster ausgetauscht. Auch hier wurde eine deutliche Senkung des Heizbedarfs erreicht. Ausschlaggebend für die Investition waren Kälte, Feuchtigkeit und hohe Komfortverluste durch die alten und undichten Fenster.
  29. Langfristige Planung und enge finanzielle Spielräume: Thomas und Julia investierten

    ihr Hochzeitsgeld in eine neue Küchenausstattung mit modernen energieeffizienten Geräten. Auch Torsten und Kristin sparen mit einem Bausparvertrag auf eine neue Küche hin.
  30. Öltanks Torsten möchte außerdem seine alte Ölheizung durch eine Holz-

    Pelletheizung ersetzen. Heizen mit Öl empfindet er als „teuer, ineffizient und schmutzig.“ „Die alte Heizung muss aber noch mindestens fünf Jahre halten...“
  31. Markus hat den Austausch seiner Gashzeiung bereits hinter sich. Die

    alte Heizung war kaputt und musste schnell ersetzt werden.
  32. Solarkollektor Klaus renovierte Ende der 90er Jahre sein komplettes Haus

    und baute den Keller als zusätzlichen Wohnraum aus. Dabei wurde eine moderne Gas- und Fußbodenheizung mit Solartherme eingebaut.
  33. Die Wohnfläche des Hauses hat sich mit dem Umbau verdoppelt.

    Klaus nutzt die neuen Räume im Keller für ein zweites Bad, ein Gästezimmer und eine Sauna(!).
  34. Ferngesteuertes Licht Klaus ist ein großer Fan von Automatisierungstechnik: Überall

    im Haus gibt es digitale Thermostate und Bewegungsmelder(!), die das Licht automatisch ausschalten. Auch für Klaus sind Komfortgewinne die treibende Kraft für häusliches Energiemanagement.
  35. Gezielte Verbesserungen der häuslichen Energiesituation vollziehen sich vor allem dort,

    wo eine Steigerung der subjektiv empfundenen Lebensqualität mit einer „Vermeidung von unnötigem Verbrauch“ einhergeht. Die Handlungsbereitschaft der Haushalte ist vor allem bei der Geräte- und Wohnungsausstattung ausgeprägt. Im Zuge materieller Veränderungen können neben Komfortgewinnen auch erhebliche Effizienzsteigerungen in Gebäuden, dem häuslichen Elektrogerätebestand sowie im Wärmebereich realisiert werden.
  36. 48% 74% 43% 12% 8% 2% W unsch nach m

    ehr W ohnkom fort Beseitigung von Schäden Energiekosten sparen Ö ffentliche Zuschüsse Frei gew ordene G eldm ittel G esetzliche Vorgaben Impulse für häusliche Investitionen Gründe für häusliche Modernisierung und Renovierungsmaßnahmen. Angaben in Prozent mit Mehrfachnennung (Gfk/LBS Research)
  37. Kaminöfen sind populär: Sie verbinden Gefühle der Behaglichkeit und die

    archaische Faszination von Feuer mit moderner Technik und können dabei helfen Heizkosten zu sparen. Torsten und Markus sind beide begeisterte Ofennutzer.
  38. Torstens riesiger Holzvorrat Gleichzeitig können Kaminöfen einen enormen Einfluss auf

    das Heizverhalten haben: Torsten versucht mittlerweile seinen Wärmebedarf im Winter größtenteils mit seinem Holzofen zu decken.
  39. An Wochenenden holt er mehrmals am Tag Holz aus seinem

    Garten, um den Ofen neu aufzufüllen.
  40. Kristin und Torsten kontrollieren in allen Zimmern die Luftfeuchtigkeit und

    Temperatur: Eine Gewohnheit aus den Tagen als ihre Fenster noch undicht waren.
  41. neue geräte: Kaminofen und Brennmaterial neue vorstellungen: Heizen aus Spaß,

    Behaglichkeit, archaische Faszination, Energie- & Kostenautonomie neue fähigkeiten: Bedienung & Wartung, Regulieren der Zimmer- Temperatur und Luft- feuchtigkeit Neue Heizpraktiken Erst durch Kombination neuer Gerätschaften, soziokulturell anschlussfähiger Bilder und einfach erlernbarer Kompetenzen wird die Wärmegewinnung mit Holzöfen zu einer innovativen Heizpraktik.
  42. STUFF Geräte, Artefakte, Technologie, Objekte Öfen, Brennmaterial, Zünder, Reinigungsmittel, Schutzkleidung

    STORIES anschlussfähige Bilder, Assoziationen und Bedeutungsmuster. Heizen aus Vergnügen, Vorstellung von Behaglichkeit und Autonomie SKILLS Praktische Fähigkeiten, Kompetenzen, Methoden Bedienungsabläufe, Entzündungstechniken, Wärmeregulierung und Ofenwartung
  43. Statt Verhaltensweisen direkt zu ändern, sollten Investitionen in die häusliche

    Infrastruktur und Geräteausstattung in den Fokus gerückt werden, durch die sich die Wohnqualität sowie die Energiesituation der Haushalte langfristig verbessert. Das Zustandekommen solcher Investitionen hängt maßgeblich von den finanziellen Rahmen- bedingungen der einzelnen Haushalte ab. Zwischenfazit: Verbrauchsmuster hängen stark von der Bauweise der Häuser sowie der häuslichen Anlagen- und Gerätetechnik ab.
  44. Erbe + Darlehenfinanziertes Haus, Dachsanierung und neue Heizung Bausparverträge für

    neue Fenster, Heizung und Küche Neue Küche vom Hochzeitsgeld Komplettumbau mit Eigenkapital & Darlehen
  45. Neuerfindung des Bausparens als Vorsorge für künftige Investitionen sowie als

    eine Art „Krankenversicherung“ fürs Haus. Gezielt Mittel vorsparen, um Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnkomforts oder zur Reparatur von Schäden durchführen zu können.
  46. die strukturellen Handlungsbedingungen der Haushalte bei Investitionen in Gebäudestruktur, Heiztechnologie

    und Haushaltsgeräte könnten mit Hilfe flexibler Finanzierungs- mechanismen entscheidend verbessert werden.
  47. Neue Fenster? Neue Heizung? Jetzt vorsorgen: Mit dem flexiblen Wohn-

    und Bausparprogramm Ihrer Sparkasse. Wir beraten Sie umfassend und verantwortungsvoll. Neue: Förderprämie für Wärmepumpen sichern! Flexible Spar- und Finanzierungsmechanismen. (z.B. Steuerfreies Ansparen) + Staatlich geförderte Darlehen für energierelevante häusliche Investitionen. + staatliche Investitionszuschüsse zur Förderung neuer Energietechnologien.
  48. Haushalte überwachen ihren Strom- und Gasverbrauch, um hohe Nachzahlungen an

    ihre Energieversorger am Ende der Abrechnungszeiträume zu vermeiden. Häufig pendelt sich ihr Verbauch auf ein individuelles Niveau ein, von dem eine starke Orientierungsfunktion ausgeht. Eine Überschreitung des als „normal“ empfundenen Verbrauchsniveaus kann eine starke handlungsleitende Wirkung entfalten. Das Ziel von Energiemanagement ist nicht Energie zu sparen, sondern die Vermeidung von unnötigem Verbrauch sowie der damit verbundenen Kosten.
  49. MArkus VerbrauchsMonitoring Aus den jährlichen Änderungen des Zählerstandes ergeben sich

    monatliche Abschlagszahlungen für Markus Strom und Gasverbrauch...
  50. Gas 100 € Strom 55 € ...die monatlichen Zahlungen dienen

    als Orientierung für die Höhe des als normal empfundenen Verbrauchsniveaus.
  51. Markus versucht seinen jährlichen Strom- und Gasverbrauch stabil zu halten,

    um hohe Nachzahlungen zu vermeiden. Die Höhe seiner monatlichen Zahlungen hat sich seit sechs Jahren(!) kaum verändert.
  52. Strategien für Stabilen Verbrauch Thermostate in beheizten Räumen immer auf

    Stufe Drei Energieeffizenz beim Ersatz alter Lampen und Geräte Anzahl der Haushaltsgeräte seit Jahren stabil.
  53. Thomas VerbrauchsMonitoring Ein ähnliches Muster bei der Verbrauchs- überwachung findet

    sich bei Thomas, der mehrmals im Jahr seinen Zählerstand abfotografiert...
  54. Thomas Stromverbrauch hat sich mehr als verdoppelt, als er von

    Berlin nach Hamburg gezogen ist (von 1225 auf 2800 kWh). Grund hierfür ist der elektrische Warm- wasserboiler in seiner neuen Wohnung. 7,7 kWh 3,3 kWh
  55. Strategien für Stabilen Verbrauch ...dann aber mit voller Kraft. Beheizen

    nur die Räume in denen sie sich aktuell aufhalten... Austausch defekter Glühbirnen mit Energiesparlampen Moderne/Sparsame Haushaltsgeäte
  56. „Normaler“ Verbrauch Standard- Abweichung Energie-Monitoring Häusliches Verbrauchsmonitoring bezieht sich in

    erster Linie auf Abweichungen vom individuellen, als normal empfundenen Verbrauchsniveau. Rückmeldungen an Verbraucher sollten in Bezug auf die Höhe solcher Benchmarkwerte erfolgen.
  57. fig.1 Anstieg des täglichen Strombedarfs während Tom Murphys zweitägigem Kimaanlagenexperiment.

    Klimaanlagen Experiment Bei Tom Murphys Klimaanlagenexperiment stieg der tägliche Energieverbrauch um das 20-fache, von durchschnittlich 1,82 kWh pro Tag auf über 30 kWh.
  58. Die Bereitschaft Vermeidungsstrategien im alltag umzusetzen scheint umso größer, je

    mehr das „normale“ Verbrauchsniveau eines Haushaltes überschritten zu werden droht. Energieverbrauch wird nur dann als „unnötig“ empfunden, wenn er über diesen individuellen Benchmark-Wert hinaus steigt. Häusliches Energiemonitoring sollte deshalb in Bezug auf den „Normalverbrauch“ eines Haushalts erfolgen.
  59. 1852 44,00 528,00 kWh pro Jahr Euro pro Monat Euro

    pro Jahr Kostenziel: Verbrauchziel: Zielwerte Ø 5 kWh pro Tag Ziele Speichern Ausdruck des als normal empfundenen Verbrauchs- niveaus ist häufig die Höhe der monatlichen Abschlags- zahlungen... ...Hieraus lassen sich nutzer- bezogene Verbrauchsbench- marks und Zielwerte ableiten.
  60. 1852 44,00 528,00 kWh pro Jahr Euro pro Monat Euro

    pro Jahr Kostenziel: Verbrauchziel: Zielwerte Ø 5 kWh pro Tag Ziele Speichern
  61. Energiekonsum hat systemischen Charakter: Verhaltensmuster sind sozial und kulturell eingebettet

    und mit technischen Systemen verknüpft. Sie lassen sich nicht zielgerichtet beeinflussen oder steuern. 1
  62. Behaviour Chance Doesn‘t Work: Jeder Versuch einer breiten ökologischen Umsteuerung,

    der an der Lebens- und Konsumweise der Menschen ansetzt, droht am eigenen Komplexitätsanspruch zu scheitern. 1b
  63. Energiesparen ist kein Selbstzweck: Die Handlungen der Haushalte zielen nie

    direkt auf Energieeinsparungen, sondern auf eine Steigerung ihrer subjektiv empfundenen Lebensqualität. 2
  64. Fokus auf technische Systeme: Veränderungen der häuslichen Energiesituation vollziehen sich

    vor allem im Bereich technischer Systeme und Anlagen, wo eine greifbare Verbesserung der Wohnqualität mit der Vermeidung von unnötigem Verbrauch einhergeht. 2b
  65. Fokus auf finanziellen HandlungsRahmen: Investitionen, die die Energiesituation der Haushalte

    langfristig festschreiben, können durch flexible Spar- und Finanzierungsmechanismen und finanzielle Anreize entscheidend beeinflusst werden. 2c
  66. Energiesparen vs. Vermeiden von Unnötigem Verbrauch: Die Überwachung des häuslichen

    Energieverbrauchs dient nicht dem Energie- sparen, sondern der Vermeidung von Verbrauchssteigerungen, die als unnötig empfunden werden. 3
  67. Enge Grenzen für Energie-Monitoring: Handlungsfördernde Verbrauchsinfos müssen immer in Beziehung

    zu einem individuellen, als „normal“ empfundenen Verbrauchsniveau gesetzt werden. 3b
  68. [...]All das unterstreicht noch einmal, dass der Einstieg in die

    Energiewende [...] bisher nicht durch den ,,neuen Konsumenten“ in Sachen Energieverbrauch, sondern in erster Linie durch die Verbreitung eines neuen Produktionsmodells im Strombereich gekennzeichnet ist. Rüdiger Mautz
  69. 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 2000 2001 2002

    2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Wind, Fotovoltaik, Wasserkraft, Biomasse & Biogas Entwicklung der Erneuerbaren Energien Entwicklung der Kapazität aller Erneuerbaren Energien in Deutschland (in Megawatt)
  70. Privatpersonen 39,7% Landwirte 10,8% Gewerbe 9,3% Projektierer 14,4% Fonds/Banken 11%

    Energieunternehmen 14,7% Eigentümer erneuerbarer Energien Struktur der Erneuerbaren Energien nach Eigentümerguppen. Gesamte installierte Leistung: 53 Gigawatt. (Klaus Novy Institut/trend:research)
  71. 100 178 296 435 1.105 2.056 2.899 4.170 5.979 9.785

    17.193 24.800 29.701 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Juli 2012 Fotovoltaik Entwicklung der Fotovoltaik-Kapazität in Deutschland (in Megawatt)
  72. Privatpersonen 39,4% Landwirte 21,2% Gewerbe 19,2% Projektierer 8,3% Fonds/Banken 8%

    Energieunternehmen 3,9% Eigentümer Fotovoltaik Anteile der Eigentümer an der Fotovoltaikleistung in 2010. Gesamte installierte Leistung 17,4 Gigawatt. (Klaus Novy Institut/trend:research)
  73. 6.095 8.754 12.001 14.609 16.629 18.428 20.622 22.247 23.903 25.717

    27.031 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Windenergie Entwicklung der Windkraft-Kapazität in Deutschland (in Megawatt)
  74. Privatpersonen 51,5% Landwirte 1,8% Gewerbe 2,3% Projektierer 21,3% Fonds/Banken 15,5%

    Energieunternehmen 7,7% Eigentümer Windenergie Eigentümer an der Leistung aus onshore Windendergie 2010 Gesamte installierte Leistung 27,2 Gigawatt. (Klaus Novy Institut/trend:research)
  75. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der erneuerbaren Energien liegt

    sicherlich darin, dass ihre zunehmende Verbreitung den Menschen bisher keine Änderung ihrer Lebensweise abverlangt hat. Rüdiger Mautz
  76. Inhaltliches Ziel [der Wind- und Solarenergie] ist keine Veränderung des

    alltäglichen Verhaltens, sondern der Produktion, die sich aus der alltäglichen Lebenswelt relativ schmerzfrei heraushalten lässt. Und offenbar ist das alltägliche Verhalten die soziale Realität, die ökologisch motivierten Reformversuchen den härtesten Widerstand entgegensetzt... Andreas Byzio et al
  77. ... Zwar gehört zum Gesamt-Szenario einer ökologischen Energiewende das Postulat

    nachhaltigen Energiesparens, das auch für unsere alltägliche Lebensweise Konsequenzen haben müsste, aber sein Geld in Windstrom kann nun einmal auch derjenige anlegen, der privat verschwenderisch Energie verbraucht. Andreas Byzio et al
  78. Berlin Hamburg Köln Frankfurt Stuttgart München Leipzig Hannover Dresden Im

    Juli 2012 betrug die installierte Leistung aller Solaranlagen etwa 30 Gigawatt. Damit werden etwa 5% des Stromverbrauchs gedeckt. Räumliche Verteilung Solaranlagen 2009 Derzeit ist die Dichte von Fotovoltaikanlagen in ländlichen Regionen Süddeutschlands am größten. (Fraunhofer Institut, 2011)
  79. Berlin Hamburg Köln Frankfurt Stuttgart München Leipzig Hannover Dresden Solaranlagen

    müssten künftig vor allem in Ballungszentren gebaut werden, wo der Stromverbrauch am höchsten ist und viele Dächer zur Verfügung stehen. In dem Szenario beträgt die Leistung aller Fotovoltaikanlagen 120 Gigawatt. Das vorhandene Flächenpotential von 1.600 km² wird damit zu 43% ausgeschöpft. Räumliche Verteilung Solaranlagen 2050 Verteilung von Fotovoltaikanlagen in der Simulation einer Energie- versorgung aus 100% erneuerbaren Energien. (Fraunhofer-Instituts IWES, 2010.)
  80. Laut Solaratlas sind in Berlin mehr als 200.000 Dächer für

    die Fotovoltaiknutzung geeignet. Damit könnten jährlich 2,9 Terawattstunden Strom produziert werden, mehr als 50% des Strom- verbrauchs aller Berliner Privathaushalte. Derzeit gibt es in Berlin rund 4.000 Fotovoltaikanlagen.
  81. 1 Solaratlas Berlin | Bellermannstr. 13 (Mitte) Objektbeschreibung Sie haben

    das Objekt Bellermannstr. 13 (Mitte) ausgewählt. Das Objekt wurde für die Eignung von Photovoltaikanlagen insgesamt als sehr gut geeignet eingestuft. Voraussichtlich können 11,26 t CO 2-Einsparung pro Jahr erzielt werden. Nach den Berechnungen könnte ein Stromertrag von ca. 18,04 MWh pro Jahr erzielt werden. Es können maximal 133,64 m² Modulfläche installiert werden - bei einer maximal erzielbaren Leistung von 19,1 kW. Das notwendige Investitionsvolumen beliefe sich auf ca. 66.850 Euro. Gebäudeergebnis Photovoltaik Eignung Gesamtgebäude: sehr gut geeignet Eignung Teilflächen: 133,64 m² sehr gut geeignet 0 m² gut geeignet 0 m² bedingt geeignet Technische Daten Mögliche CO 2-Einsparung: 11,26 t pro Jahr Möglicher Stromertrag: 18,04 MWh pro Jahr Installierbare Modulfläche: 133,64 m² Mögliches Investitionsvolumen: 66.850 € Erzielbare Leistung: 19,1 kW Gebäudeergebnis Solarthermie Eignung Gesamtgebäude: Nutzbare Fläche: Datenblatt Bellermannstr. 13 (Mitte) Auch das Dach meines Hauses scheint „sehr gut“ geeignet zu sein.
  82. Solaranlagen stoßen in den kleinräumig vernetzten Sozialbeziehungen von Dorf- gemeinschaften

    auf größere Resonanz als im anonymeren und sozial heterogeneren Umfeld einer Großstadt.
  83. Im Bereich der kapitalintensiven Windenergienutzung entwickelte sich die gemeinschaftliche Handlungsform

    „Bürgerkraftwerk“ zu einer tragenden Säule des Verbreitungsprozesses. Bürgerwindparks lieferten die Blaupause für die Gründung kommerzieller Betreibergesellschaften, die dann den Windkraftboom ab Mitte der 1990er Jahre auslösten. Rüdiger Mautz
  84. Ehrenamtlich Professionell Solarverein Berlin-Brandenburg Neue Energie Genossenschaft Potsdam Bumiller Neue

    Energien Planet Energy Spektrum der untersuchten Organisationen Es wurden die Arbeitsweisen und Praktiken von ehrenamtlichen Initiativen sowie professionellen Unternehmen beleuchtet
  85. Planet Energy Planet Energy hat seit 2009 drei Genussrecht-Beteiligungen an

    sieben Windparks und zwei Fotovoltaikanlagen, die jeweils als GmbH & Co. KG geführt werden, realisiert. An den Kraftwerken haben sich insgesamt etwa 2.200 Menschen mit mehr als 25 Millionen Euro beteiligt.
  86. Solarverein Berlin Hat seit 2003 neun voneinander unabhängige Gemeinschafts- anlagen

    initiiert, die jeweils als GbR geführt werden An den neuen Anlagen haben sich 200 Personen mit etwa einer Million Euro beteiligt.
  87. Neue Energiegenossenschaft Potsdam Haben seit 2007 zwei vergleichsweise große Fotovoltaik-

    anlagen realisiert. Die Genossenschaft hat etwa 90 Mitglieder, die zusammen ca. 600.000 Euro eingebracht haben.
  88. (1) Menschen finanzieren gemeinsam den Bau und Betrieb einer Anlage

    zur Stromerzeugung... (2) ...und erzielen Einnahmen aus dem Stromverkauf. (3) Nach Abzug laufender Kosten für Dachmiete & Reparaturen etc... (4) ...fließen jedes Jahr die finanziellen Überschüsse an die Beteiligten zurück. Universelles Organisationsprinzip Alle gemeinschaftlichen Energieprojekte folgen dem gleichen organisatorischen Grundprinzip.
  89. - Bürger-Solar Gesellschaft Dachfläche Gesellschafts- vertrag Projektteilnehmer Vereinbarung zur Dachnutzung

    (1) Projektinitiatoren schließen sich zu einer Gruppe zusammen und suchen nach einem geeigneten Standort. Projektarchitektur gemeinschaftlicher Solaranlagen
  90. - Bürger-Solar Gesellschaft Dachfläche Gesellschafts- vertrag Projektteilnehmer Vereinbarung zur Dachnutzung

    (2) Mit einer Solarfirma wird die Anlage geplant. Gleichzeitig treten weitere Teilnehmer der Gruppe bei, bis genügend Geld für den Bau der Anlage zusammen ist. Solarfachfirma Auftrag Bau und Wartung der Anlage Projektarchitektur gemeinschaftlicher Solaranlagen
  91. - Bürger-Solar Gesellschaft Dachfläche Gesellschafts- vertrag Projektteilnehmer Vereinbarung zur Dachnutzung

    (3) Die Gruppe erhält eine Einspeisevergütung und muss die gemeinsame Anlage min. 20 Jahre lang technisch und finanziell verwalten. Solarfachfirma Auftrag Bau und Wartung der Anlage netzbetreiber Netzanschluss/ Inbetriebnahme Einspeise Vergütung Projektarchitektur gemeinschaftlicher Solaranlagen
  92. Die Mehrheit der Teilnehmer beteiligt sich als Kapitalgeber, ist aber

    kaum an der aktiven Gestaltung der Projekte beteiligt. Die „Macher“: Ein aktiver Kern der Projektinitiatoren übt die entscheidenen Funktionen und organisatorischen Arbeiten aus. Gruppendynamik Die Mehrheit der Anteilseigner beteiligt sich kaum an der aktiven Gestaltung der Projekte. Die Hauptverantwortung bündelt sich meist in den Händen einer kleinen Funktionselite.
  93. , (1) Initiierung Standortsuche und -bewertung (2) Projektentwicklung Kontakt zu

    Solarfirmen, Planung & Wirtschaftliches Konzept. (4) Betrieb Überwachung der Anlagen, Buchführung & Mitgliederverwaltung (3) Finanzierung Suche nach Mitmenschen, die sich finanziell am Projekt beteiligen. Ablauf gemeinschaftlicher Solarprojekte Die Suche nach Mitgliedern startet erst nachdem technische und wirtschaftliche Planungen fertig sind. Auch die Betriebsführung ist meist Aufgabe der Projektinitiatoren und „Macher“.
  94. Anita Sophie Henning Eckart Jurist IT-Beraterin Chemikerin Wirtschaftsprüfer Claudia Klaus

    Jürgen Michael Julian Architekt Umweltmanager ehem. Stadtrat Selbstständig mit Weinladen & Pension Energieberater Breites Soziales Spektrum der Akteure Die Akteure gemeinschaftlicher Energieprojekte sind mehrheitlich berufstätige Frauen und Männer mittleren Alters mit sowohl technischen und kaufmännischen als auch sozialen beruflichen Hintergründen.
  95. • Zuerst den Bau einer Anlage für ihren Bruder gemanagt.

    • 2007: erste Bürger-Solar- Anlage in Potsdam • 2008: Gründung der Genossenschaft und Bau zwei weiterer Anlagen. • Anita kümmert sich um alle kaufmännischen und steuerlichen Aspekte, ihre Vorstandskollegin Sophie um die Technik Anita Selbstsändig im IT Bereich/MBA Spaß am unternehmerischen Handeln/ Geldanlage für sich selbst/ Ökologie eher zweitrangig.
  96. • Idee für Bürger- Solar-Anlagen auf Zukunftskongress 2003 • Gründung

    des Solar- vereins und Bau von 9 Gemeinschaftsanlagen • Kümmert sich vor allem um Organisatorisches und die Kommunikation mit den Beteiligten der Anlagen. Claudia Kommunalpolitische und organisatorische Erfahrungen/ Selbständig/Sozial-Ökologisch motiviert
  97. • Interesse an Solarprojekten durch einen seiner Kunden geweckt. •

    Hat sich mit zwei Anteilen an der Potsdamer Genossen- schaft beteiligt. • Möchte unbedingt ein konkretes Projekt umsetzen. • Motivation: neue Erfahrungen sammeln und schöpferisch- produktives Engagement. Henning Wirtschaftsprüfer Wollte selbst Genossenschaft gründen bevor er auf die Potsdamer stieß.
  98. • Hat sich schon 1996 an der Bürgersolaranlage eines Freundes

    in Süddeutschland mit 14.000 DM beteiligt. („um die Technik voran zu bringen und meinem Freund zu helfen“) • Hat dann in Berlin aktiv nach ähnlichen Beteiligungs- möglichkeiten gesucht und ist an zwei Anlagen des Berliner Vereins beteiligt: • Zuerst mit 500 € „als Test“. • An der zweiten Anlage mit 3.000 € Klaus Pädagoge, arbeitet aber im „Baubereich“ und als Energie- berater Begeistert sich für neue Energietechniken/Skepsis gegenüber Obrigkeitsstaat und großen Konzernen.
  99. Transaktions- basiert Beziehungs- basiert Beziehungsökonomie Gemeinschaftliche Solarprojekte basieren nicht auf

    Transaktionen, sondern auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Marketing- und Kommunikationspolitik sind daher vor allem auf gegenseitigen Austausch ausgerichtet. Hierin liegt der Hauptunterschied zu klassischen Unternehmensformen.
  100. Menschen wie ich... (Gruppen-)Zugehörigkeit senkt Barrieren Gefühl gegenseitiger Verpflichtung und

    Verantwortung Stabile und langlebige Netzwerke (Resilienz) Sehnsucht beizutragen (Teilhabe) Gegenseitigkeit/Reziprozität Eigenschaften beziehungsbasierter Netzwerke
  101. E-mail Verteiler Arbeitstreffen & Sitzungen Mund- zu-Mund Propaganda Face-to-Face Kontakte

    Medien- berichte Internetseite Marketing & Kommunikationspolitik Die Gemeinschaftsbildung ist vor allem entlang lokaler Zusammenhänge und sozialer Netzwerke organisiert. • Kaum öffentliche Werbung • Hauptmittel ist Mund-zu-Mund Propaganda über bestehende Kontakte und Netzwerke • Interessenten und Mitgliederpool erhält Updates und Einladungen
  102. Newsletter *E-Mail-Verteiler sind das wichtigste Kommunikationsmittel. Per E-Mail tauschen sich

    die Mitglieder über Projekte/Neuigkeiten aus und verabreden gemeinsame Treffen.
  103. Projektidee* *Die Initialzündung für neue Bürger-Solar- Anlagen geht meist von

    Pionierprojekten aus, in denen Technik und organisatorischer Kontext bereits erprobt wurden.
  104. Claudia Bumiller sTANDORTSUCHE* *Initiatoren der Projekte stützen sich bei der

    Dachsuche meist auf ihr lokales Wissen über mögliche Standorte.
  105. Auf den Dächern der Kaufmännischen Berufssch Wetteraukreis am Gradierwerk in

    Bad Nauheim gemeinschaftlich betriebene Photovoltaikanlagen Bürgerhand entstehen, die zusammen ein sog. Bü sonnenkraftwerk bilden. Technische Daten: Leistung: 185 kWp Fläche: 1.300 m² (netto Modulfläch Ausrichtung (Abw. v. Süd): 8,5° Neigung: Aufständerung auf 20° Lebensdauer: 30 - 40 Jahre Abschattung: keine Jahresernte: 175.700 kWh (Jahresverbrauch von 70 Ha Umweltdaten: CO -Minderung jährlich: ca. 132 t 2 CO -Minderung gesamt: 4.000 - 5.300 t 2 Wirtschaftsdaten: Gesamtkosten der Anlagen: ca. 430.000 Euro Stromertrag jährlich: 46.250 – 48.750 Euro Stromertrag gesamt: 945.000 – 1.400.000 Euro Mietdaten: Laufzeit und Kosten: 20 Jahre, Einmalzahlung von 300 € pro kWp Bau & Ausstattung: Bei der Technik des Bürgersonnenkraftwerks setzt der Verei auf bewährte Konzepte, wie auch schon bei über hundert an Bürgersonnenkraftwerken. Es werden ausschließlich qualitati wertige Komponenten verbaut, die alle auf maximalen Ertrag richtet sind. Kristalline Siliziummodule und großzügig dimensi Wechselrichter sind dabei die Basis, die mit der optimalen Ko tion wieder hohe Solarerträge erwarten lässt. Die aerodynam geprüfte Unterkonstrukion vereint hohe Standfestigkeit mit ge Dachlast. Vergütung: Es gilt eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung cent pro kWh ( Projektdaten KBS Bad Nauheim Bürgersonnenkraftw Planung* *Die technische Projektplanung ist Grundlage für die betriebswirtschaftliche Konzeption des Projektes. Solarfirmen sind die entscheidenden Partner für die Bewertung von Standorten und technische Auslegung der Anlage.
  106. Auf den Dächern der Kaufmännischen Berufsschule Wetteraukreis am Gradierwerk in

    Bad Nauheim sollen gemeinschaftlich betriebene Photovoltaikanlagen in Bürgerhand entstehen, die zusammen ein sog. Bürger- sonnenkraftwerk bilden. Technische Daten: Leistung: 185 kWp Fläche: 1.300 m² (netto Modulfläche) Ausrichtung (Abw. v. Süd): 8,5° Neigung: Aufständerung auf 20° Lebensdauer: 30 - 40 Jahre Abschattung: keine Jahresernte: 175.700 kWh (Jahresverbrauch von 70 Haushalten) Umweltdaten: CO -Minderung jährlich: ca. 132 t 2 CO -Minderung gesamt: 4.000 - 5.300 t 2 Wirtschaftsdaten: Gesamtkosten der Anlagen: ca. 430.000 Euro Stromertrag jährlich: 46.250 – 48.750 Euro Stromertrag gesamt: 945.000 – 1.400.000 Euro Mietdaten: Laufzeit und Kosten: 20 Jahre, Einmalzahlung von 300 € pro kWp Bau & Ausstattung: Bei der Technik des Bürgersonnenkraftwerks setzt der Verein wieder auf bewährte Konzepte, wie auch schon bei über hundert anderen Bürgersonnenkraftwerken. Es werden ausschließlich qualitativ hoch- wertige Komponenten verbaut, die alle auf maximalen Ertrag ausge- richtet sind. Kristalline Siliziummodule und großzügig dimensionierte Wechselrichter sind dabei die Basis, die mit der optimalen Konfigura- tion wieder hohe Solarerträge erwarten lässt. Die aerodynamisch geprüfte Unterkonstrukion vereint hohe Standfestigkeit mit geringer Dachlast. Vergütung: (Alle Angaben sind circa-Werte. Die Ertragsangaben sind Schätzungen aufgrund Erfahrungen mit anderen Projekten, für die keinerlei Gewähr übernommen werden kann) Projektdaten KBS Bad Nauheim Bürgersonnenkraftwerk Auf dem Dach der Kaufmännischen Berufsschule Wetteraukreis in Bad Nauheim sollen Photovoltaikanlagen errichtet werden, die zusammen ein sogenanntes Bürgersonnenkraftwerk bilden. Der Wetteraukreis hat das Dach dem Verein – und damit allen Bürgern, die Sonnenstrom produzieren wollen – zur Verfügung gestellt. Das moderne Sonnenkraftwerk, das aus Anlagen mehrerer Teilnehmer besteht, wird etwa 185 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) liefern. Umweltfreunde und Kapitalanleger können sich freuen, denn jeder kann teilnehmen, mit seinem Beitrag aktiv Klimaschutz betreiben und mit der garantierten Einspeisevergütung einen interessanten Gewinn erzielen. Oben: Das Dach der Kaufmänni- schen Berufsschule Wetterau- kreis freut sich auf eine zweite Nutzung, die Erzeugung von Sonnenstrom. Bürgersonnenkraftwerk KBS Bad Nauheim Rechts: Planungsstand für das rsonnenkraftwerk. Projektbeschreibung* *Mit Beschreibungen der technischen und wirtschaftlichen Planung wird nach Mitstreitern und Co-Investoren gesucht.
  107. Steuerberaterin Betrieb & vERWALTUNG* *umfasst, neben gemeinsamer Buch-und Konto- führung,

    steuerlichen Aufgaben und der Betreuung der Anteilseigner, auch die technische (Ertrags-) Überwachung und Wartung der Anlagen.
  108. 2007 9 Kilowatt 2008 60 Kilowatt 2011 180 Kilowatt (Gruppen-)Zugehörigkeit

    senkt Barrieren. 60 Mitglieder 50.000 Euro 60 Mitglieder 154.000 Euro + 120.000 Bankkredit 90 Mitglieder 470.000 Euro Serienbeteiligungen und der Bau mehrerer Anlagen... ... Dabei zeichnet sich eine Tendenz zu immer umfangreicherern Projekte ab, an denen sich die Mitglieder mit immer höhren Beträgen beteiligen.
  109. 2004 5 Kilowatt 2008 36 Kilowatt 2005 30 Kilowatt 2009

    60 Kilowatt 2007 20 Kilowatt 2009 38 Kilowatt 24 Mitglieder 26.000 Euro 33 Mitglieder 81.500 Euro + 81.500 vom Dachbesitzer 56 Mitglieder 85.000 Euro + 60.000 Bankkredit 43 Mitglieder 220.000 Euro 27 Mitglieder 105.000 Euro 43 Mitglieder 145.500 Euro
  110. Menschen wie ich... (Gruppen-)Zugehörigkeit senkt Barrieren Gefühl gegenseitiger Verpflichtung und

    Verantwortung Stabile und langlebige Netzwerke (Resilienz) Sehnsucht beizutragen (Teilhabe) Gegenseitigkeit/Reziprozität Die Macht beziehungsbasierter Netzwerke
  111. 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

    Solarverein Berlin Energie-Genossenschaft Potsdam ? Zeitliche Verteilung der Projekte Nach einer oft dynamischen Anfangsphase gerät der Bau neuer Gemeinschaftsanlagen nach und nach ins Stocken. Denn irgendwann erschöpft sich das lokale Wissen der Protagonisten über mögliche neue Standorte.
  112. Initiatoren Mitglieder Solarfirma Netzbetreiber Bank Versicherung Dacheigentümer Finanzamt Steuerberater Grenzen

    der Ehrenamtlichkeit Solidargemeinschaften sind Micro- Unternehmen, die den Beteiligten ein Mindestmaß an Sicherheit bieten müssen, einer transparenten Betriebsführung und zuverlässigen Buchführung benötigen, mit Banken und Behörden verhandeln und Verträge abschließen: • Technische Überwachung und ständige Kontrolle der Einspeiseleistung • Kontakte zu Service-Unternehmen für Reparatur/Wartung • Rechnungen an Netzbetreiber • Buch- und Kontoführung • steuerlichen Aufgaben, • Information und Betreuung der Anteilseigner • Organisation von Mitgliederversammlungen und Arbeitstreffen • Überweisen der Gewinne an die Anteilseigner
  113. Grenzen der Ehrenamtlichkeit... ...Ausweg Professionalisierung? Die Vorstellung man könnte die

    Kraftanstrengung auf die Planungsphase beschränken und sich dann entspannt zurücklehnen ist eine Illusion! Die Verwaltung der Projekte nimmt mit der Zeit einen immer größeren Raum ein. Die Konzentration von Know-how führt zu einem Umschlag des anfänglichen Engagements in eine langfristige, auf bestimmte Personen konzentrierte Dauerbelastung.
  114. Kosten: 1.700,- Euro/Kilowatt EEG Vergütung: 17 cent/kWh Kosten: 5000,- Euro/Kilowatt

    EEG-Vergütung: 50 cent/kWh 5000 4500 4000 3500 3000 2000 1500 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Ein Nettogehalt von ca. 22.000 Euro pro Jahr könnte derzeit mit den EEG-Einnahmen einer 250 Kilowatt Anlage gedeckt werden. Alle 9 Anlagen des Berliner Solarvereins haben zusammen eine Leistung von 230 Kilowatt. Sinkende Kosten und Vergütungen erschweren Professionalisierung In letzten Jahren haben sich Anlagenkosten und Einspeise- vergütung mehr als halbiert. Die jährlichen Einnahmen kleiner städtischer Solaranlagen sind so gering, dass ein professioneller Betreib nicht möglich ist.
  115. GraswurzelBewegung* *Da die Expansionsmöglichkeiten einzelner Projekte begrenzt sind, hängt die

    künftige Verbreitung städtischer Solaranlagen von der Gründung einer Vielzahl unterschiedlicher Betreibergemeinschaften ab...
  116. Sinkende Komplexität 2009 waren für die Finanzierung dieser 60 kW

    Anlage 43 Personen und 220.000 € notwendig. Heute könnte dieselbe Anlage von 20 Personen mit 102.000 € realisiert werden. Für die Vervielfachung lokaler Solarinitiativen spricht zudem, dass die Komplexität der Projekte tendenziell abnimmt:
  117. Anwendungsfähiger organisatorischer Kontext ---> Anschauungsmaterial und Erfahrungswissen für nachfolgende Akteure.

    Pionier Model A A.1 A.1.1 A.1.2 A.1.3 A.1.4 A.1.2 Konkretisiertes Handlungsangebot zur Nachahmung & Adaption Weitergabe von Handlungswissen & unterstützenden Informationen. Dezentraler Diffusionsmodus Entscheidend für die Verbreitung von Solaranlagen sind funktionierende Pionierprojekte, die neue Akteure zur Nachahmung und Adaption einladen.
  118. *Beraterteam des Berliner Solarvereins, um die Gründung weiterer Initiativen durch

    Impulsvorträge und mit konkreten Hilfsangeboten zu unterstützen. Bürger-Solar Botschafter*
  119. Starter-kit (1)Beispiele realisierter Projekte als handlungsaktivierende Inspirationsquelle. (2)Praktisches Handlungswissen und

    handlungsunterstützende Infos (Ertragsberechnungen, Gründungstipps, Steuerfragen)
  120. Open-Source Verträge* *Das Starter-Kit beinhaltet Vertrags- vorlagen für die Gründung

    von Betreiber- gesellschaften und für das Pachten von Dächern
  121. Solarpark München Hardern Solarverein Berlin Caputh Falkensee Neustrelitz Brandenburg Düsseldorf

    Beelitz Wandlitz Der Solarverein Berlin hat bisher die Gründung von mehr als 10 weiteren Bürger-Solar-Initiativen allein in Brandenburg unterstützt. Das Beteiligungskonzept stammt ursprünglich vom Solarpark Hadern aus München. Der Solarpark Hardern ist die Keimzelle etlicher Solarvereine und Betreiber-GbRs, die seit 2002 deutschlandweit entstanden sind.
  122. Solar Communities sind erstaunlich Dynamisch & Produktiv: Die ehrenamtlichen, auf

    persönlichen Beziehungen basierenden Mircro-Unternehmen gewinnen oft in kurzer Zeit dutzende Mitglieder und initiieren häufig gleich mehrere produktive Gemeinschaftsanlagen. 1
  123. Solar Communities sind Elitär: ...bzw. abhängig vom besonderen Engagement und

    der überschießenden Motivation von wenigen ehrenamtlichen Protagonisten. Die meiste Arbeit wird von ein paar Schlüsselfiguren mit starkem Mittelschicht-Bias getragen, die über die nötigen technischen und organisatorischen Kompetenzen verfügen. 2
  124. Hemmnisse der Verbreitung: Die hohen Anforderungen an die Protagonisten begrenzen

    das soziale Spektrum der Akteure, von denen künftig weitere Projekte initiiert werden könnten. Innerhalb der Projekte kommt es häufig zu einer Monopolisierung von Know-how und einer hohen Arbeitsbelastung der Schlüsselfiguren. 2b
  125. Perspektiven der Entwicklung: Die Verbreitung gemeinschaftlicher Energie- projekte erfordert eine

    Ausweitung des bisherigen Akteursspektrums und die Demokratisierung von Handlungswissen. Das Wachstum einzelner Initiativen ist begrenzt. Neue Solargemeinschaften müssen von neuen sozialen Akteuren ins Leben gerufen werden. 2c
  126. Dezentraler Diffusions-mechanismus Entscheidend für die Verbreitung von Solar- gemeinschaften sind

    Pionierprojekte (Supernodes) , die als Vorbild für die Gründung weiterer Initiativen dienen. In Pioniermodellen manifestiert sich praktisches Handlungswissen, mit dem handlungshemmende Ungewissheiten bei neuen Nutzern abgebaut werden. 3
  127. Projekt-Initiatoren Gruppen oder Einzelpersonen, die eine gemeinschaftliche Solaranlage in ihrer

    Nachbarschaft umsetzen möchten. Projekt-Mitglieder & Unterstützer Menschen, die sich finanziell an einem Solarprojekten in ihrer Stadt beteiligen. Coacher & Projektentwickler Menschen, die bereits Erfahrung mit der Umsetzung gemeinschaftlicher Solarprojekte gesammelt haben und ihr Know-how an neue Initiativen weitergeben. Plattform Akteure
  128. (1) Projekt-Inspiration & Initiierung (3) Suche nach Mitstreitern & Finanzierung

    (2) Anlagenplanung & -Beschreibung Projektideen einbringen & von anderen Projekten lernen Gemeinsame Entwicklung von Projekten Menschen bringen Ideen für Solarprojekte ein und entwicken sie Schritt für schritt weiter. Solar Community Coach unterstützt die Umsetzung der Projekte (4) Projektverwaltung & -Betrieb Solar-Community Plattform • Existierende Projekte inspirieren die Gründung neuer Initiativen • Solar Coacher können bei jedem Projektschritt Hilfestellungen leisten • Projektinitiatoren können weitere Mitstreiter/ Geldgeber finden. • Plattform fördert Kommunikations- und Interaktionsprozesse zwischen den Akteuren
  129. 1 2 3 Planung Finanzierung & Gründung Betrieb Solar-Community Coacher

    Support Netzwerk Betreibergemeinschaften Know-how & Toolkit Solar-Community Plattform
  130. Projektinitiator Coach Projektidee Know-how & Resourcen lokales Wissen und Kontakte

    Mitstreiter Standorte Dachbesitzer Netzwerk Andere Betreiber Solarfirmen Statiker Steuerberater Rechtsanwalt Projektinitiator Coach Projektidee Know-how & Resourcen lokales Wissen und Kontakte Mitstreiter Standorte Dachbesitzer Netzwerk Andere Betreiber Solarfirmen Statiker Steuerberater Rechtsanwalt Rollendifferenzierung Durch den Transfer von Handlungswissen sinken die Anforderungen an Projektinitiatoren. Sie können sich stärker auf die Gemeinschaftsbildung, Standortsuche und Verwaltung der Projekte konzentrieren.
  131. Betreiber Gemeinschaft Pi Inputs & Outputs Anlage ist Fertig Produktive

    communities 20 Jahre Betrieb... Realisierung Betreib & Verwaltung Training & Workshops • Vertrags- abschlüsse • Auftrag zum Bau der Anlage • Hilfe bei Problemen • Unterstützung beim Bau neuer Anlagen Netzanschluss & Inbetreibnahme C Betreibergemeinschaft Solarfirma Netz- betreiber Dach- besitzer Einige Gruppen initiieren neue Projekte Interne Rollen- verteilung Aufbau lokaler Betreibernetz- werke PI C PI Aktivierung PI PI PI PI PI PI PI • Inspiration durch bereits realisierte Anlagen • Impuls- vorträge Coach C C Projekt-Initiatoren Entwicklungsteam Betreibergemeinschaft Solarfirma Dachbesitzer Funding PI C Finanzierung/Gründung Planung & Entwicklung Projekt- Initiierung • Suche nach Mitgliedern & Co-Investoren • Gründungs- veranstaltung Vertrag für Dachnutzung Technisches Konzept Finanz- und Geschäftsplan • Gespräche mit Dach- eigentümern • Anlagen- planung • Ertrags- prognose • Technisches & betriebswirts. Training • Tools zur Anlagen- und Mitglieder- verwaltung 1 4 2 5 3 6 Solar-Community Plattform Aktivitäten
  132. Betreiber Gemeinschaft Pi Aktivierung Inputs & Outputs PI PI PI

    PI PI PI PI • Inspiration durch bereits realisierte Anlagen • Impuls- vorträge Coach C C Projekt-Initiatoren Entwicklungsteam Betreibergemeinschaft Solarfirma Dachbesitzer Funding Vertrag für Dachnutzung Technisches Konzept Finanz- und Geschäftsplan PI C Finanzierung/Gründung Planung & Entwicklung Projekt- Initiierung • Gespräche mit Dach- eigentümern • Anlagen- planung • Ertrags- prognose • Suche nach Mitgliedern & Co-Investoren • Gründungs- veranstaltung 1 2 3
  133. Realisierung Inputs & Outputs Anlage ist Fertig Betreib & Verwaltung

    Training & Workshops • Vertrags- abschlüsse • Auftrag zum Bau der Anlage • Technisches & betriebswirts. Training • Tools zur Anlagen- und Mitglieder- verwaltung • Hilfe bei Problemen • Unterstützung beim Bau neuer Anlagen Netzanschluss & Inbetreibnahme C Betreibergemeinschaft Solarfirma Netz- betreiber Dach- besitzer Einige Gruppen initiieren neue Projekte Interne Rollen- verteilung Aufbau lokaler Betreibernetz- werke PI C Produktive communities 20 Jahre Betrieb... PI 4 5 6
  134. 1) Projekte finden & lernen 2) Projekte selber planen 3)

    Projekte finanzieren 4) Projekte betreiben + verwalten
  135. Zaungäste & Stalker • Erhalten Updates über alle Projekt- &

    Planungs- fortschritte • Einladungen zu Team- und Arbeitstreffen etc. Mini Timeline bei Projekten in Planung
  136. Mitglieder beteiligen sich durch finaziell und durch Mitarbeit am Projekt.

    Zaungäste können mitmachen und zu Mitgliedern werden. Projekt-Gründer und Organisations-Teams werden von einem... ...Coach unterstützt.
  137. Eine detaillierte Projektbeschreibung ist das Resultat der Planungsphase Während der

    Fundingphase können sich Menschen finanzell am Projekt beteiligen. Info-Box zeigt nun den Funding- Status.
  138. 1) Beschreibung des Standortes und der Sonneneinstrahlung • Drachzustand, Ausrichtung

    & Neigung • Verschattung • Platz für Kabel & Wechselrichter etc...
  139. 2) Anlagen Technik und Prognose der Stromernte • Anzahl +

    Leistung + Art der Module &Wechselrichter • Ausrichtung und Befestigung der Module • Prognose der jährlichen Stromproduktion 3) Finanzplan
  140. 3) Finanzplan • Anschaffungskosten • jährl. Betriebskosten • Prognose der

    Einnahmen aus der Stromproduktion • Prognose der finanziellen Überschüsse + Auszahlungen an die Projektmitglieder • Steuerliche Behandlung 4) Projektdokumente • Open-Source Verträge und Finanzpläne sind sehr nützlich für die Gründung von weiteren Projekten.
  141. 5) Art der Beteiligung Populär sind: • Genossenschaftsanteile • Beteiligung

    an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts • Kauf einer Einzelanlage als Teil eines Solargartens. • Beteiligung an Kommanditgesellschaft • Nachrangdarlehen oder Genussrechte etc. 6) Dialog-Box für Q&A, Feedback und Diskussionen mit Interessenten.
  142. Die Status-Box zeigt nun die aktuelle Stomproduktion. Auch Projekte in

    Betrieb können weiter verfolgt werden! Menschen können so die Stromproduktion und andere Neuigkeiten von Anlagen in ihrer Nachbarschaft verfolgen...
  143. Online Kontoverwaltung. • Rechnungsstellung an Netzbetreiber • Überweisung der jährl.

    Überschüsse an Projektmitglieder • Überweisung der laufenden Projektkosten • automatisierte Steuererklärung ->Technisches Monitoring und Finanzmanagement sind die einzigen Features, für die Betreiber-Gemeinschaften bezahlen würden.
  144. Werkzeuge & Interaktionen Rollen Plattform Betreiber Community Coach Netzwerk Zaungäste

    Projekt Mitglieder Projekt Initiator PI Solar Coach C Solar-Community System
  145. Werkzeuge & Interaktionen Rollen Plattform Solarprojekte finden und folgen Updates

    erhalten An Projekten beteiligen Arbeitstreffen & Workshops Von bestehenden Projekten lernen Betreiber Community Coach Netzwerk Zaungäste Projekt Mitglieder Projekt Initiator PI Solar Coach C Solar-Community System
  146. Werkzeuge & Interaktionen Rollen Plattform Betreiber Community Coach Netzwerk Solarprojekte

    finden und folgen Updates erhalten An Projekten beteiligen Arbeitstreffen & Workshops Von bestehenden Projekten lernen Eigenes Projekt Starten OpenSource Verträge Coach & Fach- firmen finden Technische & Wirtschaftliche Planung Mitglieder finden & Projekt finanzieren Betreiber- gemeinschaft gründen Anlagen überwachen/ Projekte verwalten Zaungäste Projekt Mitglieder Projekt Initiator PI Solar Coach C Solar-Community System
  147. Am Anfang dieses Prozesses stehen keine technischen Erfindungen, sondern Ideen

    und Utopien, die sich auf die Reaktivierung und Umdeutung längst bekannter Techniken beziehen. Zur Innovation werden die Ideen und Utopien dadurch, dass für ihre praktische Umsetzung Formen gefunden werden, die aufgrund [ihrer] sozialen, ökonomischen und technischen Merkmale Diffusionspotenzial besitzen. Rüdiger Mautz
  148. STUFF Geräte, Artefakte, Technologie, Objekte STORIES anschlussfähige Bilder, Assoziationen und

    Bedeutungsmuster. SKILLS Praktische Fähigkeiten, Kompetenzen, Methoden
  149. Geräte & Infrastruktur Solarzellen Befestigungssysteme Stromnetz etc. fähigkeiten & Kompetnzen:

    Erfindung und Verbreitung praktischer Umsetzungs- formen („Soziale Passung“) Verbreitung von Handlungs- und Anwendungswissen Neue (Produktions-)Praktiken Erst durch Kombination nicht ganz neuer Techniken, soziokulturell anschlussfähiger Bilder und einfach erlernbarer Kompetenzen wird die Sonnenstrom- erzeugung zur innovativen Praktik. vorstellungen & Bilder: Neuer Begründungskontext der Technikanwendung. Pargadigmenwechsel mit „Sanfter Technologie“. Technischer, kultureller & sozial-ökonomischer Gegenentwurf zum vorherrschenden System der Energieerzeugung und Nutzung.
  150. Wenn aus Energiekonsumenten Energieerzeuger werden, dann verändert das nicht nur

    die Luft, sondern auch die Einstellung; es wird kulturprägend, und zwar wirkungsvoller als alle Verhaltensappelle. Diese kann man beachten oder auch nicht, aber dahinter steckt keine materielle Kraft. Hermann Scheer