Internet vs. WWW WWW: Sehr großer Ressourcenfundus: ◦ Dokumente bzw. Textuelle Information (HTML- Dokumente, PDF, etc.) ◦ Bilder ◦ Videodateien ◦ … 1989 am CERN entwickelt Intention: Austausch von Forschungsergebnissen Konzepte: Das WWW… ◦ bietet Mechanismen, um auf Dokumente des Internets zugreifen zu können HTTP, sowie die Eindeutige Referenzierung von Inhalten: URL ◦ bietet eine Syntax (HTML), um Dokumente anzuzeigen und miteinander zu verknüpfen (Hyperlinks) World Wide Web
Aufruf einer Website - HTTP ◦ Client stellt Anfrage an Server ◦ Server beantwortet Anfrage, d.h. liefert ein Dokument / eine Ressource zurück HTML definiert eine Syntax, die von Rechnern verstanden werden kann HTML sagt dem Rechner, wie das Dokument angezeigt werden soll World Wide Web
„What‘s wrong with the web?“ – die Grenzen des WWW I. „Wer ist Jan Wieners?“ ◦ Suchanfrage: Wieners ◦ [Wer], [ist] weniger relevante Suchterme World Wide Web
Probleme: Prüfung der Suchergebnisse auf Benutzerseite - daran haben wir uns gewöhnt Gefahr / Dilemma: Die Suchanfrage ist überspezifiziert Durch Angabe weiterer Suchterme schränken wir die Trefferliste erneut ein Weiteres Problem: Es könnten Seiten im WWW existieren, die sich mit dem Suchbegriff beschäftigen, ihn jedoch nicht nennen, z.B. Jan W. World Wide Web
„What‘s wrong with the web?“ – die Grenzen des WWW II. „Zeige mir Fotos von Paris“ Suchmaschinen versuchen (mitunter), die Bedeutung eines Bildes / das im Bild dargestellt durch den Kontext zu erschließen: ◦ Dateiname ◦ Text, der sich in Bildnähe befindet
„What‘s wrong with the web?“ – die Grenzen des WWW III. „Finde Musik, die ich mögen könnte“ ◦ Knackpunkt: Hintergrundwissen – Welche Musik mag ich derzeit? (Musikgeschmack verändert sich mitunter) World Wide Web
Oh weh, was meint sie / er damit bloß??? Den Computermechanismen mangelt‘s an Wissen! „knowledge gap“: Probleme im Verständnis natürlicher Sprache Interpretation des Inhaltes von Bildern oder anderen multimedialen Dingen Computer verfügt nicht über Hintergrundwissen über das der Benutzer / die Benutzerin verfügt Computer verfügt nicht über Hintergrundwissen über die Benutzerin / den Benutzer
Paradigmenwechsel: von passiver Rechenleistung zu aktiver Rechenleistung (Verständnis der Inhalte) Das Semantic Web will Computern helfen, die Bedeutung hinter den Webseiten zu "verstehen“ Das derzeitige WWW dreht sich um Dokumente Das Semantic Web dreht sich um Dinge (Menschen, Musik, Filme), um Konzepte Eine Möglichkeit: Einbettung semantischer Information in HTML-Seiten Semantic Web
Ach so ist das gemeint! …hätte sie / er das nicht gleich sagen können?!? Wissenslücke zwischen Benutzer und Computer mindern Bereitstellung von Wissen in einer Art und Weise, in der es von Computern verarbeitet werden und für weiteres Schließen verwendet werden kann Z.B.: Bereitstellung von (semantischen) Metainformationen, die die Inhalte der Website beschreiben (description, keywords, etc.)
“Home pages typically say things such as:” ◦ "My name is..." ◦ "I work for..." ◦ "I'm interested in..." ◦ "I live near..." ◦ "My blog is..." ◦ "I write in this weblog..." ◦ "You can see me in this picture..." ◦ "My Public Key is ..." “FOAF is a way to say all those things, but so that computers can interpret it. Computers can't understand English yet, so we have to be a little more precise in how we say these things. FOAF is a way of saying these things for computers.” Friend-of-A-Friend (FOAF)
Konzept des Semantic Web formuliert 1996 von Tim Berners-Lee Kerntechnologien (logikbasierte Sprachen zur Representation von Wissen und (automatisiertem) Schließen entwickelt im Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz. Standards: W3C Ursprüngliche Intention: Annotation – Anreicherung der Inhalte im WWW durch Metadaten Semantic Web
Ein Knackpunkt: Das Semantic Web macht Arbeit. Benutzerinnen und Benutzer müssen neben Inhalten auch Metadaten, d.h. beschreibende Inhalte bereitstellen Bei Webseiten: Mikroformate Semantic Web
Wissensrepräsentation: Ontologien und Ontologiesprachen ◦ Ontologien werden formuliert in formalen Sprachen mit einer wohldefinierten Syntax ◦ Ontologien gründen auf der Arbeit von Gemeinschaften (Communities) RDF und OWL = am häufigsten verwendete Sprachen Ontologien ◦ Leichtgewichtige: Unterscheidungen zwischen Klassen, Instanzen und Eigenschaften, jedoch nur minimale Beschreibung der Konzepte ◦ Schwergewichtige: Machen‘s möglich, präziser zu beschreiben, wie Klassen von anderen Klassen abgeleitet sind In der Praxis: leichtgewichtige Ontologien Semantic Web
The Resource Description Framework (RDF) Erfunden, um Ressourcen im WWW zu beschreiben RDF ist domänenunabhängig, d.h. kann auch dazu verwendet werden, Entitäten der realen Welt zu beschreiben RDF ist eine einfache Modellierungssprache, ist jedoch die Grundlage für komplexere Sprachen wie OWL RDF
W3C (http://www.w3schools.com/rdf/rdf_intro.asp): ◦ RDF stands for Resource Description Framework ◦ RDF is a framework for describing resources on the web ◦ RDF is designed to be read and understood by computers ◦ RDF is not designed for being displayed to people ◦ RDF is written in XML ◦ RDF is a part of the W3C's Semantic Web Activity ◦ RDF is a W3C Recommendation RDF
Unterscheidung: Ressourcen: Alles, was über einen Uniform Resource Identifier (URI) referenziert werden kann Eigenschaften (properties): Eigenschaften von Ressourcen Ausdrücke (Expressions) werden geformt mit Tripeln in der Form (Subjekt, Prädikat, Objekt) Ausdrücke (statements) = resource + properties RDF
Beziehungen zwischen Ressourcen Statement: „Der Wikipedia Artikel über Köln beschreibt die Stadt Köln.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Köln,isAbout,urn:exampl e:city:cologne) resource property value Subjekt Verb Objekt RDF
Klassen Auch Klassen sind Ressourcen und besitzen URIs. Die Zugehörigkeit einer Ressource zu einer Klasse wird mit der Property http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#type ausgedrückt. Beispiele: (urn:example:city:cologne, http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#type, http://dbpedia.org/ontology/City) RDF
<urn:example:city:cologne> <http://purl.org/dc/elements/1.1/description> <http://de.wikipedia.org/wiki/Köln>. RDF ermöglicht die gleichzeitige Nutzung unterschiedlicher Vokabulare für die Beschreibung von Metadaten. In RDF / XML mit Dublin Core: <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/"> <rdf:Description rdf:about="urn:example:city:cologne"> <dc:description rdf:resource="http://de.wikipedia.org/wiki/Köln"/> </rdf:Description> </rdf:RDF> RDF / XML – ein weiteres Beispiel
„The FOAF ("Friend of a Friend") project is a community driven effort to define an RDF vocabulary for expressing metadata about people, and their interests, relationships and activities.” Grundaufbau eines FOAF-Dokumentes: <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf- syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf- schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <!-- FOAF data goes here --> </rdf:RDF> RDF / XML und FOAF
Hinzufügen einer Person und eines Namens: <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22- rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf- schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <foaf:Person> <foaf:name>Dan Brickley</foaf:name> </foaf:Person> </rdf:RDF> RDF / XML und FOAF
Beschreiben Sie sich selbst mit den Begriffen aus FOAF in RDF / XML. Ergänzen Sie Freund- und Bekanntschaften. Das FOAF- Vokabular finden Sie erläutert unter http://xmlns.com/foaf/spec/. Prüfen Sie Ihre Arbeit mit dem W3C-Validator unter http://www.w3.org/RDF/Validator Startpunkt: <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"> <!-- FOAF data goes here --> </rdf:RDF> RDF - Übung
Bilden Sie ein Werk Ihrer Wahl (Buch, Film, Literatur, o.ä.) unter Verwendung von XML/RDF und Dublin Core ab. Informationen zu Dublin Core und RDF/XML finden sich unter http://dublincore.org/documents/dcq-rdf- xml/ RDF/XML + Dublin Core