von Garrett Hardin • Wahrscheinlich prägendster, auf Gemeinsames bezogener Text in der Wirtschaftswissenschaft. • Appell zur Regulierung der Weltbevölkerung. Das Dilemma um Commons- Verwendung ist eine für diesen Zweck konstruierte Metapher.
von Garrett Hardin • Wahrscheinlich prägendster, auf Gemeinsames bezogener Text in der Wirtschaftswissenschaft. • Appell zur Regulierung der Weltbevölkerung. Das Dilemma um Commons- Verwendung ist eine für diesen Zweck konstruierte Metapher. Szenario: (1) Ein gemeinsame Weide ohne Ausschlussmöglichkeit.
von Garrett Hardin • Wahrscheinlich prägendster, auf Gemeinsames bezogener Text in der Wirtschaftswissenschaft. • Appell zur Regulierung der Weltbevölkerung. Das Dilemma um Commons- Verwendung ist eine für diesen Zweck konstruierte Metapher. Szenario: (1) Ein gemeinsame Weide ohne Ausschlussmöglichkeit. (2) Mehrere Schäfer*innen, die ihren eigenen Nutzen jeweils maximieren wollen. € € €
Commons (1968) von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” + ? + ? + ? €
? € + ? Tragedy of the Commons (1968) von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” Gewinn: +1 Kosten: +1/Gesamtzahl Beteiligter
the Commons (1968) von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” Gewinn: +1 Kosten: +1/Gesamtzahl Beteiligter “[...] the rational herdsman concludes that the only sensible course for him to pursue is to add another animal to his herd.”
the Commons (1968) von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” Gewinn: +1 Kosten: +1/Gesamtzahl Beteiligter “[...] the rational herdsman concludes that the only sensible course for him to pursue is to add another animal to his herd.” “Each man is locked into a system that compels him to increase his herd without limit - in a world that is limited”
the Commons (1968) von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” Gewinn: +1 Kosten: +1/Gesamtzahl Beteiligter “[...] the rational herdsman concludes that the only sensible course for him to pursue is to add another animal to his herd.” “Each man is locked into a system that compels him to increase his herd without limit - in a world that is limited” Die notwendige Folge von Gemeinsamen: Es wird übernutzt und für alle unbrauchbar.
von Garrett Hardin Die Konkurrenten fragen sich jeweils: “What is the utility to me of adding one more animal to my herd?” Gewinn: +1 Kosten: +1/Gesamtzahl Beteiligter “[...] the rational herdsman concludes that the only sensible course for him to pursue is to add another animal to his herd.” “Each man is locked into a system that compels him to increase his herd without limit - in a world that is limited” Die notwendige Folge von Gemeinsamen: Es wird übernutzt und für alle unbrauchbar. “Freedom in a commons brings ruin to all”* * “The Tragedy of Commons”, G.Hardin (1968) € € €
Elinor Ostrom “Hardins ‘Tragödie der Commons’ [...] führt zur Annahme, dass diejenigen, welche die Ressource verwenden, nicht für den gemeinsamen Erfolg kooperieren werden. Weiter werden Individuen als in statischen Situationen gefangen wahrgenommen; unfähig die ihre eigenen Anreize betreffenden Regeln zu verändern.”
Elinor Ostrom “Hardins ‘Tragödie der Commons’ [...] führt zur Annahme, dass diejenigen, welche die Ressource verwenden, nicht für den gemeinsamen Erfolg kooperieren werden. Weiter werden Individuen als in statischen Situationen gefangen wahrgenommen; unfähig die ihre eigenen Anreize betreffenden Regeln zu verändern.” Ostrom schlägt vor dieses ‘Spiel’ um eine Variable zu erweitern: “Die Variable ist der Aufwand, Absprachen durchzuführen [...]. Die Schäfer:innen in diesem Spiel müssen jetzt miteinander verhandeln, bevor sie ein weiteres Tier auf die Weide setzen dürfen.”
(1990) von Elinor Ostrom “Hardins ‘Tragödie der Commons’ [...] führt zur Annahme, dass diejenigen, welche die Ressource verwenden, nicht für den gemeinsamen Erfolg kooperieren werden. Weiter werden Individuen als in statischen Situationen gefangen wahrgenommen; unfähig die ihre eigenen Anreize betreffenden Regeln zu verändern.” Ostrom schlägt vor dieses ‘Spiel’ um eine Variable zu erweitern: “Die Variable ist der Aufwand, Absprachen durchzuführen [...]. Die Schäfer:innen in diesem Spiel müssen jetzt miteinander verhandeln, bevor sie ein weiteres Tier auf die Weide setzen dürfen.” Die Verhandlungen kosten zusätzliche Zeit, aber eine Übernutzung kann somit vorgebeugt werden.
Elinor Ostrom “Hardins ‘Tragödie der Commons’ [...] führt zur Annahme, dass diejenigen, welche die Ressource verwenden, nicht für den gemeinsamen Erfolg kooperieren werden. Weiter werden Individuen als in statischen Situationen gefangen wahrgenommen; unfähig die ihre eigenen Anreize betreffenden Regeln zu verändern.” Ostrom schlägt vor dieses ‘Spiel’ um eine Variable zu erweitern: “Die Variable ist der Aufwand, Absprachen durchzuführen [...]. Die Schäfer:innen in diesem Spiel müssen jetzt miteinander verhandeln, bevor sie ein weiteres Tier auf die Weide setzen dürfen.” Die Verhandlungen kosten zusätzliche Zeit, aber eine Übernutzung kann somit vorgebeugt werden. “Weiter ist garantiert, dass das schlechteste aller mgl. Ergebnisse, das Ergebnis von [Garretts] Spiel ist.”
Elinor Ostrom Ostrom verdeutlicht diese Idee an einem realen Fall von Fischern in Alanya, Türkei. Anfang der 1970 gab es einen ökonomischen Tiefpunkt aus besonders zwei Gründen:
Elinor Ostrom Ostrom verdeutlicht diese Idee an einem realen Fall von Fischern in Alanya, Türkei. Anfang der 1970 gab es einen ökonomischen Tiefpunkt aus besonders zwei Gründen: “Zum einen hatte der unbeschränkte Fischfang zu Feindschaften und gelegentlich sogar gewalttätigen Konflikten unter den Fischern geführt. Zum anderen hatte die Konkurrenz um die besten Fangplätze nicht nur ihre Produktionskosten erhöht, sondern auch das Ertragspotential jedes Bootes wurde immer unsicherer.”
Elinor Ostrom Ostrom verdeutlicht diese Idee an einem realen Fall von Fischern in Alanya, Türkei. Anfang der 1970 gab es einen ökonomischen Tiefpunkt aus besonders zwei Gründen: “Zum einen hatte der unbeschränkte Fischfang zu Feindschaften und gelegentlich sogar gewalttätigen Konflikten unter den Fischern geführt. Zum anderen hatte die Konkurrenz um die besten Fangplätze nicht nur ihre Produktionskosten erhöht, sondern auch das Ertragspotential jedes Bootes wurde immer unsicherer.” In dieser Zeit begann eine lokale Genossenschaft sich der Problematik anzunehmen. Sie brachten die Fischer zusammen und arbeiteten Konzepte, die sich nach 10 Jahren des Experimentierens festigten.
Elinor Ostrom bir iki üç beş altı dört Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen.
Elinor Ostrom bir iki üç beş altı dört Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt.
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt.
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt. • Die Fischer rücken jeden Tag einen Spot Richtung Osten bis Januar, von Januar bis Mai einen Spot Richtung Westen - die Richtung ist entgegengesetzt der Fischbewegung und gibt allen gleiche Chancen
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt. • Die Fischer rücken jeden Tag einen Spot Richtung Osten bis Januar, von Januar bis Mai einen Spot Richtung Westen - die Richtung ist entgegengesetzt der Fischbewegung und gibt allen gleiche Chancen
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt. • Die Fischer rücken jeden Tag einen Spot Richtung Osten bis Januar, von Januar bis Mai einen Spot Richtung Westen - die Richtung ist entgegengesetzt der Fischbewegung und gibt allen gleiche Chancen
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt. • Die Fischer rücken jeden Tag einen Spot Richtung Osten bis Januar, von Januar bis Mai einen Spot Richtung Westen - die Richtung ist entgegengesetzt der Fischbewegung und gibt allen gleiche Chancen
Elinor Ostrom Folgende Regeln wurden festgelegt: • Jeden September wurde eine Liste aller berechtigter Fischer angefertigt • Alle möglichen Spots zum fischen wurden benannt und mit Abstand zueinander versehen. • Im September wurden Streichhölzer gezogen und die Fischer so den Spots zufällig zugeteilt. • Die Fischer rücken jeden Tag einen Spot Richtung Osten bis Januar, von Januar bis Mai einen Spot Richtung Westen - die Richtung ist entgegengesetzt der Fischbewegung und gibt allen gleiche Chancen “Kontrolliert und durchgesetzt wird das System - quasi als Nebenprodukt des von dem Rotationssystem erzeugten Anreizes - von den Fischern selbst. [...] Regelverstöße werden von den Fischern registriert, die sich rechtmäßig an den besten Fangplätzen aufhalten und sie notfalls auch mit physischer Gewalt verteidigen. Alle anderen an diesem Zuteilungsmodus Beteiligten unterstützen ihre Rechte.”
Schweiz Marwelle, Sri Lanka Zanjera, Philippinen Hirano, Japan Elinor Ostrom erforschte weltweit verteilte Commons, die unterschiedlich gut/ schlecht organisiert waren. Sie konnte dabei acht Designprinzipien für langlebige Commons-Institutionen herausstellen. Für ihre Arbeit erhielt sie 2009 als erste Frau den sog. Wirtschaftsnobelpreis.
Grenzen (1) Es existieren klare und lokal akzeptierte Grenzen zwischen legitimen Nutzern und Nicht- Nutzungsberechtigten. (2) Es existieren klare Grenzen zwischen einem spezifischen Gemeinressourcensystem und einem größeren sozio-ökologischen System.
(1) Die Regeln für die Aneignung und Reproduktion einer Ressource entsprechen den örtlichen und den kulturellen Bedingungen. (2) Aneignungs- und Bereitstellungsregeln sind aufeinander abgestimmt; die Verteilung der Kosten unter den Nutzern ist proportional zur Verteilung des Nutzens.
meisten Personen, die von einem Ressourcensystem betroffen sind, können an Entscheidungen zur Bestimmung und Änderung der Nutzungsregeln teilnehmen (auch wenn viele diese Möglichkeit nicht wahrnehmen).
und der Ressource (1) Es muss ausreichend Kontrolle über Ressourcen geben, um Regelverstößen vorbeugen zu können. (2) Personen, die mit der Überwachung der Ressource und deren Aneignung betraut sind, müssen selbst Nutzer oder den Nutzern rechenschaftspflichtig sein. 1 2
Sanktionen sollen in einem vernünftigen Verhältnis zum verursachten Problem stehen. Die Bestrafung von Regelverletzungen beginnt auf niedrigem Niveau und verschärft sich, wenn Nutzer eine Regel mehrfach verletzen.
Wenn eine Gemeinressource eng mit einem großen Ressourcensystem verbunden ist, sind Governance- Strukturen auf mehreren Ebenen miteinander »verschachtelt« (Polyzentrische Governance). *nur für große Ressourcensysteme
commons (1993) von Garrett Hardin 25 Jahre nach der ‘Tragödie der Commons’ relativiert Hardin seine damals verwendete Metapher. In dieser ginge es nicht um ‘Commons’ an sich, sondern eben um ‘unregulierte Commons’/Niemandsland.
commons (1993) von Garrett Hardin 25 Jahre nach der ‘Tragödie der Commons’ relativiert Hardin seine damals verwendete Metapher. In dieser ginge es nicht um ‘Commons’ an sich, sondern eben um ‘unregulierte Commons’/Niemandsland. Daran, dass die ‘Tragödie der Commons’ weiter auch an Universitäten wie selbstverständlich verbreitet wird, hat sich nichts geändert.
von weltweit verteilten Commons. Daraus die Erschließung der acht Design- Prinzipien. Lizenz: Copyright. Understanding Institutional Diversity Spätwerk: Versuch, alle eigenen Erkenntnisse zur Beschreibung und Gestaltung von Institutionen, Regeln und Normen zusammenzuführen. Lizenz: Copyright.