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Einführung in das Kapital von Marx, Kapitel Eins

Einführung in das Kapital von Marx, Kapitel Eins

Das erste Kapitel des Kapitals ist ein Hundesohn, aber eben verdammt wichtig zum Verständnis gegenwärtiger Verhältnisse. Die Antworten auf zwei Fragen sollen hier zumindest angerissen werden: 1. Warum wird die Arbeit - trotz des ständigen technischen Fortschritts - nie weniger? und 2. Wie kommen wir aus kapitalistischen Verhältnissen heraus?

CC-BY 4.0

Marcus Meindel

November 03, 2022
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Transcript

  1. Warum die Arbeit niemals weniger wird + oder: Karl Marx

    - das Kapital - erstes Kapitel von Marcus Meindel CC BY 4.0
  2. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel
  3. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel 1. Abschnitt: Wir reden über abstraktes Zeug
  4. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel 1. Abschnitt: Wir reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab
  5. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel 1. Abschnitt: Wir reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Geld und Bewusstsein
  6. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel 1. Abschnitt: Wir reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Geld und Bewusstsein 4. Abschnitt: Verein freier Menschen
  7. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird 1. Abschnitt: Wir

    reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Geld und Bewusstsein 4. Abschnitt: Verein freier Menschen Karl Marx -Das Kapital - Erstes Kapitel
  8. Ware und Wert

  9. Ware und Wert “Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische

    Produktionsweise herrscht, erscheint als eine »ungeheure Warensammlung«, die einzelne Ware als seine Elementarform.” Karl Marx - Das Kapital - Erster Satz
  10. I/WARE UND WERT

  11. I/WARE UND WERT Jede Ware hat eine Nützlichkeit. Macht satt.

    Macht betrunken.
  12. I/WARE UND WERT Jede Ware hat eine Nützlichkeit. Jede Ware

    wurde für jemand anderen hergestellt
  13. I/WARE UND WERT Jede Ware hat eine Nützlichkeit. Jede Ware

    wurde für jemand anderen hergestellt Die Waren stehen in einem bestimmten Tauschverhältnis zueinander x * y * =
  14. I/WARE UND WERT Die Waren stehen in einem bestimmten Tauschverhältnis

    zueinander Was bedeutet dieses Tauschverhältnis? x * y * =
  15. I/WARE UND WERT Was bedeutet dieses Tauschverhältnis?

  16. I/WARE UND WERT Eine Flasche Wein ist drei Säcke Kartoffeln

    wert. bzw.: Der Wert von einer Flasche Wein sind drei Säcke Kartoffeln. Was bedeutet dieses Tauschverhältnis?
  17. I/WARE UND WERT Was bedeutet dieses Tauschverhältnis?

  18. I/WARE UND WERT Drei Säcke Kartoffeln sind eine Flasche Wein

    wert. bzw.: Der Wert von drei Säcken Kartoffeln ist eine Flasche Wein. Was bedeutet dieses Tauschverhältnis?
  19. I/WARE UND WERT Was wissen wir dadurch und was wissen

    wir nicht?
  20. I/WARE UND WERT Wir wissen, dass der “Wert” einer Sache

    nicht an der Sache isoliert gefunden werden kann, sondern es ein Gegenüber braucht. Aussage keine Aussage Was wissen wir dadurch und was wissen wir nicht?
  21. I/WARE UND WERT Wir wissen, dass der “Wert” einer Sache

    nicht an der Sache isoliert gefunden werden kann, sondern es ein Gegenüber braucht. Wir wissen nicht, warum drei Säcke Kartoffeln eine Flasche Wein wert sind. Wir kennen das gemeinsame Dritte nicht, das die beiden vergleichbar macht. Was wissen wir dadurch und was wissen wir nicht?
  22. Wert und abstrakte Arbeit

  23. Wert und abstrakte Arbeit “Beide sind also gleich einem Dritten,

    das an und für sich weder das eine noch das andere ist. Jedes der beiden, soweit es Tauschwert, muss also auf dies Dritte reduzierbar sein.” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel
  24. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT

  25. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Was ist das Dritte, auf das

    sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  26. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Einheit: Sack/Gewicht Konsistenz: fest Farbe: gelb

    Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  27. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Einheit: Sack/Gewicht Konsistenz: fest Farbe: gelb

    Einheit: Flasche/Liter Konsistenz: flüssig Farbe: rot Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  28. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Einheit: Sack/Gewicht Konsistenz: fest Farbe: gelb

    Einheit: Flasche/Liter Konsistenz: flüssig Farbe: rot da passt nichts. Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  29. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Aber! beides ist das Produkt von

    Arbeit Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  30. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Aber! beides ist das Produkt von

    Arbeit Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  31. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Aber! beides ist das Produkt von

    Arbeit Und: beides kostet Arbeitszeit 60 Min. 20 Min. Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  32. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Aber! beides ist das Produkt von

    Arbeit Und: beides kostet Arbeitszeit 60 Min. 20 Min. Was ist das Dritte, auf das sich Wein und Kartoffeln reduzieren lässt?
  33. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 60 Min. 20 Min.

  34. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 60 Min. 20 Min. 10 Min.

  35. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT „Arbeit” 60 Min. 20 Min. 10

    Min. x Min.
  36. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 1. Jedes Produkt ist das Resultat

    menschlicher Arbeit. Arbeit
  37. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 1. Jedes Produkt ist das Resultat

    menschlicher Arbeit. 2. Die Arbeitszeit ist im Produkt vergegenständlicht. Arbeit vergegenständlichte Arbeit +
  38. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 1. Jedes Produkt ist das Resultat

    menschlicher Arbeit. 2. Die Arbeitszeit ist im Produkt vergegenständlicht. 3. Die „Wertgröße” eines Produktes ist die Summe der darin enthaltenen Arbeitszeiten. Arbeit vergegenständlichte Arbeit +
  39. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 1. Jedes Produkt ist das Resultat

    menschlicher Arbeit. 2. Die Arbeitszeit ist im Produkt vergegenständlicht. 3. Die „Wertgröße” eines Produktes ist die Summe der darin enthaltenen Arbeitszeiten. Arbeit Arbeit vergegenständlichte Arbeit vergegenständlichte Arbeit + +
  40. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT 1. Jedes Produkt ist das Resultat

    menschlicher Arbeit. 2. Die Arbeitszeit ist im Produkt vergegenständlicht. 3. Die „Wertgröße” eines Produktes ist die Summe der darin enthaltenen Arbeitszeiten. Arbeit Arbeit Arbeit vergegenständlichte Arbeit vergegenständlichte Arbeit vergegenständlichte Arbeit + + +
  41. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT + + + Der Arbeitsprozess lässt

    sich dabei zweiteilen:
  42. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Was wir sehen können. Alle Arbeiten

    sind verschieden, jedes Produkt unterscheidet sich voneinander. Konkrete Arbeit: Der Arbeitsprozess lässt sich dabei zweiteilen:
  43. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT +20 20 +10 30 +10 40

    Was wir sehen können. Alle Arbeiten sind verschieden, jedes Produkt unterscheidet sich voneinander. Konkrete Arbeit: Was von Verschiedenheiten abstrahiert sich als Geschehnisse auf einer ‘Wertebene’ beschreiben lässt. Die Dinge sind Werte, die Arbeit wertschaffend. Abstrakte Arbeit: Der Arbeitsprozess lässt sich dabei zweiteilen:
  44. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT +20 20 +10 30 +10 40

    Anmerkung zur Vorgehensweise von Marx
  45. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Anmerkung zur Vorgehensweise von Marx Die

    Wertebene mit ihren klaren Tauschverhältnissen ist eine Abstraktion auf den gesellschaftlichen Durchschnitt. Jede Ware ist von durchschnittlicher Qualität, jede Arbeitskraft durchschnittlich begabt, die Mittel zur Produktion einer Ware entsprechen dem gesellschaftlichen Durchschnitt.
  46. I/WERT UND ABSTRAKTE ARBEIT Was passiert, wenn es zu Veränderungen

    im Arbeitsprozess kommt?
  47. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird Karl Marx -Das

    Kapital - Erstes Kapitel 1. Abschnitt: Wir reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Geld und Bewusstsein 4. Abschnitt: Verein freier Menschen
  48. Arbeitszeit und Produktivkraft

  49. Arbeitszeit und Produktivkraft “Die Wertgröße einer Ware bliebe konstant, wäre

    die zu ihrer Produktion erheischte Arbeitszeit konstant. Letztere wechselt aber mit jedem Wechsel in der Produktivkraft der Arbeit.” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel
  50. Arbeitszeit und Produktivkraft Ein Wechsel in der was?

  51. Arbeitszeit und Produktivkraft Ein Wechsel in der was? “Die Produktivkraft

    der Arbeit ist durch mannigfache Umstände bestimmt, unter anderem durch den Durchschnittsgrad des Geschickes der Arbeiter, die Entwicklungsstufe der Wissenschaft und ihrer technologischen Anwendbarkeit, [...]” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapital
  52. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT Gesellschaftlich durchschnittlich werden Kartoffeln mit Hilfe eines

    Spatens geerntet. die durchschnittliche Arbeitszeit für einen Sack Kartoffeln beträgt 20 Minuten
  53. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT … Zeit vergeht … die durchschnittliche Arbeitszeit

    für einen Sack Kartoffeln beträgt 20 Minuten Gesellschaftlich durchschnittlich werden Kartoffeln mit Hilfe eines Spatens geerntet.
  54. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT Gesellschaftlich durchschnittlich werden Kartoffeln mit Hilfe eines

    Traktors geerntet. … Zeit vergeht … die durchschnittliche Arbeitszeit für einen Sack Kartoffeln die durchschnittliche Arbeitszeit für einen Sack Kartoffeln beträgt 10 Minuten beträgt 20 Minuten Gesellschaftlich durchschnittlich werden Kartoffeln mit Hilfe eines Spatens geerntet.
  55. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT

  56. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT x Ware (a) = y Ware (b)

    =
  57. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT x Ware (a) = y Ware (b)

    = … Zeit vergeht …
  58. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT x Ware (a) = y Ware (b)

    =
  59. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT Halbiert sich die Arbeitszeit einer Ware im

    gesellschaftlichen Durchschnitt dann halbiert sich auch ihr Wert!
  60. II/ARBEITSZEIT UND PRODUKTIVKRAFT Halbiert sich die Arbeitszeit einer Ware im

    gesellschaftlichen Durchschnitt dann halbiert sich auch ihr Wert! Während sich die konkret vorhandene Menge eines Dinges verdoppelt, gibt auf Ebene des Wertes keinen Fortschritt.
  61. Was hat das mit uns zu tun?

  62. Melbourne, 1856 Was hat das mit uns zu tun?

  63. Wien, 1904 Was hat das mit uns zu tun?

  64. Wien, 1904 Berlin, 1927 Was hat das mit uns zu

    tun?
  65. Österreich, 2018 Was hat das mit uns zu tun?

  66. Österreich, 2018 Österreich, 2018 Was hat das mit uns zu

    tun?
  67. Warum die Arbeit niemals weniger wird eine Teilantwort

  68. Weil wir uns 1. in einem dynamischen Rahmen bewegen, in

    dem Fortschritt sich immer wieder relativiert, Warum die Arbeit niemals weniger wird eine Teilantwort
  69. Weil wir uns 1. in einem dynamischen Rahmen bewegen, in

    dem Fortschritt sich immer wieder relativiert, 2. stetige Arbeit dadurch auf Ebene des Wertes tatsächlich notwendig ist und Warum die Arbeit niemals weniger wird eine Teilantwort
  70. Weil wir uns 1. in einem dynamischen Rahmen bewegen, in

    dem Fortschritt sich immer wieder relativiert, 2. stetige Arbeit dadurch auf Ebene des Wertes tatsächlich notwendig ist und 3. wir uns im Rahmen einer auf Tausch basierenden Gesellschaft dieser Wertebene fügen müssen. Warum die Arbeit niemals weniger wird eine Teilantwort
  71. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird 1. Abschnitt: Wir

    reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Geld und Bewusstsein 4. Abschnitt: Verein freier Menschen Karl Marx -Das Kapital - Erstes Kapitel
  72. Die vier Wertformen

  73. Die vier Wertformen “Jedermann weiß, auch wenn er sonst nichts

    weiß, dass die Waren eine mit den bunten Naturalformen ihrer Gebrauchswerte höchst frappant kontrastierende, gemeinsame Wertform besitzen - die Geldform. Hier gilt es jedoch zu leisten, was von der bürgerlichen Ökonomie nicht einmal versucht ward, nämlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen.” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel
  74. III/DIE VIER WERTFORMEN

  75. III/DIE VIER WERTFORMEN Form I: Einfache bzw. zufällige Wertform

  76. III/DIE VIER WERTFORMEN 1:6 = Form I: Einfache bzw. zufällige

    Wertform
  77. III/DIE VIER WERTFORMEN 3:1 = Form I: Einfache bzw. zufällige

    Wertform
  78. III/DIE VIER WERTFORMEN 1:3 = Form I: Einfache bzw. zufällige

    Wertform
  79. III/DIE VIER WERTFORMEN 1:2 = Form I: Einfache bzw. zufällige

    Wertform
  80. III/DIE VIER WERTFORMEN ? Form II: Entfaltete Wertform

  81. III/DIE VIER WERTFORMEN = = = 3 6 x Form

    II: Entfaltete Wertform
  82. III/DIE VIER WERTFORMEN = = = 3 6 x x

    Form II: Entfaltete Wertform
  83. III/DIE VIER WERTFORMEN = = = 1,5 1/3 x 1

    1 2 1 3 x Form II: Entfaltete Wertform
  84. III/DIE VIER WERTFORMEN = = = 1/2 1/6 x 1

    6 x 1 2 Form II: Entfaltete Wertform
  85. III/DIE VIER WERTFORMEN = = = y x z x*

    y* z* Form II: Entfaltete Wertform
  86. III/DIE VIER WERTFORMEN Form III: Äquivalentform

  87. III/DIE VIER WERTFORMEN Aber wie erhalten alle Waren dieselbe gegenständliche

    Einheit? Form III: Äquivalentform
  88. III/DIE VIER WERTFORMEN Aber wie erhalten alle Waren dieselbe gegenständliche

    Einheit? Indem sich alle Waren auf dieselbe bestimmte Ware als Wert beziehen. Form III: Äquivalentform
  89. III/DIE VIER WERTFORMEN y x z Form III: Äquivalentform

  90. III/DIE VIER WERTFORMEN 1/4 1/12 1/2 Form III: Äquivalentform

  91. III/DIE VIER WERTFORMEN 1/4 1/12 1/2 Form III: Äquivalentform

  92. III/DIE VIER WERTFORMEN Ein Äquivalent (allgemeiner Bezugspunkt) kann alles sein:

    Form III: Äquivalentform
  93. III/DIE VIER WERTFORMEN Form III: Äquivalentform Historisch durchgesetzt hat sich

    Gold.
  94. III/DIE VIER WERTFORMEN Form IV: Geldform Historisch durchgesetzt hat sich

    Gold.
  95. III/DIE VIER WERTFORMEN Der Unterschied zwischen Äquivalent- form und Geldform

    ist, dass die Nutzung einer bestimmten Ware als Tauschobjekt zur ‘gesellschaftlichen Gewohnheit’ wird - diese Ware sich also gegen alle anderen tauschen lässt. Form IV: Geldform Historisch durchgesetzt hat sich Gold.
  96. III/DIE VIER WERTFORMEN Historisch durchgesetzt hat sich Gold. Form IV:

    Geldform 10mg 20mg 120mg 40mg
  97. III/DIE VIER WERTFORMEN 10mg 20mg 120mg 40mg Form IV: Geldform

    120 Min.
  98. III/DIE VIER WERTFORMEN Form IV: Geldform Jede Banknote verwies einst

    auf eine bestimmte Menge Gold - die Scheine und Münzen waren damit ‘symbolisches Gold’
  99. III/DIE VIER WERTFORMEN Form IV: Geldform Jede Banknote verwies einst

    auf eine bestimmte Menge Gold - die Scheine und Münzen waren damit ‘symbolisches Gold’ Dieser sog. “Goldstandard” wurde 1973 vollständig aufgehoben. Seitdem gibt es keine Geldware mehr - das Geld hat seine gegenständliche Hülle abgestreift.
  100. III/DIE VIER WERTFORMEN Jede Banknote verwies einst auf eine bestimmte

    Menge Gold - die Scheine und Münzen waren damit ‘symbolisches Gold’ Dieser sog. “Goldstandard” wurde 1973 vollständig aufgehoben. Seitdem gibt es keine Geldware mehr - das Geld hat seine gegenständliche Hülle abgestreift. Gleich geblieben ist unser gemeinsamer und alltäglicher Bezug darauf. Form IV: Geldform
  101. Der Warenfetisch

  102. Der Warenfetisch “Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein

    selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, dass sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken.” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel
  103. Reflexion

  104. Schaue dich dort um, wo du gerade bist. Suche dir

    ein ‘Ding’ aus und überlege, welche Arbeits- prozesse zur Herstellung notwendig waren Reflexion
  105. Schaue dich dort um, wo du gerade bist. Suche dir

    ein ‘Ding’ aus und überlege, welche Arbeits- prozesse zur Herstellung notwendig waren Zweiter Schritt: Suche etwas, dem du keinen Geldwert zuschreiben kannst. Reflexion
  106. III/DER WARENFETISCH (Fast) allen Dingen einen Geldwert zuschreiben zu können,

    ist eine Besonderheit einer sehr spezifischen (und jungen) Gesellschaftlichkeit.
  107. III/DER WARENFETISCH (Fast) allen Dingen einen Geldwert zuschreiben zu können,

    ist eine Besonderheit einer sehr spezifischen (und jungen) Gesellschaftlichkeit. Es ist ein besonderes ‘Fenster zur Welt’.
  108. III/DER WARENFETISCH

  109. III/DER WARENFETISCH

  110. III/DER WARENFETISCH (Naives) Szenario einer mittelalterlichen Bauernfamilie

  111. III/DER WARENFETISCH Was von der Familie produziert wird, wird durch

    die Familie verzehrt und tritt niemals als Ware auf
  112. III/DER WARENFETISCH Die Familie befindet sich in Leibeigenschaft.

  113. III/DER WARENFETISCH Die Familie befindet sich in Leibeigenschaft. Was dem

    Grundherren/ Pfarrer/etc. gegeben wird, ist ebenfalls niemals Ware, sondern Naturalleistungen.
  114. III/DER WARENFETISCH dient der Legitimation von... kündigt von...

  115. III/DER WARENFETISCH dient der Legitimation von... kündigt von... Die Bibel

    ist Grundlage zur Bewertung, was richtiges und falsches Verhalten ist.
  116. III/DER WARENFETISCH Die Bibel muss zur gesellschaftlichen Stabilität als heilig

    und wahrhaftig betrachtet werden. dient der Legitimation von... kündigt von... Die Bibel ist Grundlage zur Bewertung, was richtiges und falsches Verhalten ist.
  117. III/DER WARENFETISCH Was ist der Waren-Fetischismus?

  118. III/DER WARENFETISCH Was ist der Waren-Fetischismus? Den Geldwert einer Bibel

    als so naturgegeben anzusehen, wie ein Christ ihre Heiligkeit. €
  119. III/DER WARENFETISCH Was ist der Waren-Fetischismus? Den Geldwert einer Bibel

    als so naturgegeben anzusehen, wie ein Christ ihre Heiligkeit. +
  120. III/DER WARENFETISCH Was ist der Waren-Fetischismus? Den Geldwert einer Bibel

    als so naturgegeben anzusehen, wie ein Christ ihre Heiligkeit. + +
  121. III/DER WARENFETISCH Was ist der Waren-Fetischismus? Den Geldwert einer Bibel

    als so naturgegeben anzusehen, wie ein Christ ihre Heiligkeit. + +
  122. III/DER WARENFETISCH Die Dinge als Werte zu betrachten ist keine

    Verrücktheit, sondern heute notwendig.
  123. III/DER WARENFETISCH Die Dinge als Werte zu betrachten ist keine

    Verrücktheit, sondern heute notwendig. Den Wert aber als natürlich zu betrachten, nur weil wir gerade von Geld abhängig sind, verunmöglicht jede Form des gesellschaftlichen Fortschritts.
  124. Reflexion

  125. Reflexion Versuche dir vorzustellen, keines der Dinge in diesem Raum

    würden jemandem gehören und es wäre niemandem möglich sie zu kaufen.
  126. Reflexion Versuche dir vorzustellen, keines der Dinge in diesem Raum

    würden jemandem gehören und es wäre niemandem möglich sie zu kaufen. Zweiter Schritt: Wie könnte mit den Dingen verfahren werden?
  127. Struktur Warum die Arbeit niemals weniger wird 1. Abschnitt: Wir

    reden über abstraktes Zeug 2. Abschnitt: Wir schweifen ab 3. Abschnitt: Irgendwas mit Bewusstsein 4. Abschnitt: Verein freier Menschen Karl Marx -Das Kapital - Erstes Kapitel
  128. Verein freier Menschen Die Metapher vom... “Da die politische Ökonomie

    Robinsonaden liebt, erscheine zuerst Robinson auf seiner Insel. [...]” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel
  129. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Szenario einer Schiffbrüchigen auf

    einer einsamen Insel
  130. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN I. II. III. Szenario

    einer Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel
  131. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Aufwand freie Zeit I.

    II. III. Szenario einer Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel
  132. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN I. II. III. Szenario

    einer Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel Aufwand freie Zeit
  133. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Aufwand freie Zeit I.

    II. III. Szenario einer Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel
  134. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Aufwand freie Zeit I.

    II. III. Szenario einer Schiffbrüchigen auf einer einsamen Insel
  135. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Szenariowechsel

  136. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Szenario mehrere Schiffbrüchiger, auf

    Werkzeuge und Produkte wird sich als Gemeinsames bezogen.
  137. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Aufwand freie Zeit I.

    II. III. Szenario mehrere Schiffbrüchiger, auf Werkzeuge und Produkte wird sich als Gemeinsames bezogen.
  138. IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN Aufwand freie Zeit I.

    II. III. Szenario mehrere Schiffbrüchiger, auf Werkzeuge und Produkte wird sich als Gemeinsames bezogen.
  139. “Alle Bestimmungen von Robinsons Arbeit wiederholen sich hier, nur gesellschaftlich

    statt individuell. [...] Die Art der Verteilung wird wechseln mit der besonderen Art des gesellschaftlichen Produktionsorganismus selbst und der entsprechenden geschichtlichen Entwicklungshöhe der Produzenten. [...] Die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen zu ihren Arbeiten und ihren Arbeitsprodukten bleiben hier durchsichtig einfach in der Produktion sowohl als in der Distribution.” Karl Marx - Das Kapital - Erstes Kapitel IV/DIE METAPHER VOM VEREIN FREIER MENSCHEN
  140. Ausstehende Aufgaben für ein ‘Leben im Gemeinsamen’

  141. 1. Formen finden, wie wir innerhalb der heutigen Komplexität die

    Dinge der Welt so (selbst) organisieren können, dass es zum Vorteil aller ist. Ausstehende Aufgaben für ein ‘Leben im Gemeinsamen’
  142. 1. Gesellschaftliche Bedingungen erlangen, in welchen alle Menschen, welche über

    diese Formen ihr Leben bestreiten wollen, die Möglichkeit hierzu haben. 2. Formen finden, wie wir innerhalb der heutigen Komplexität die Dinge der Welt so (selbst) organisieren können, dass es zum Vorteil aller ist. Ausstehende Aufgaben für ein ‘Leben im Gemeinsamen’
  143. None
  144. Automn by kareemovic3000 Average by Alex, AT Bank by DinosaftLab

    Barell by Arthur Shlain bible by Vectors Market Binary by Royyan Wijaya, ID Bonfire by Yusuf Solihudin, ID Bottle by junie, KR Bottle Cap by S. Salinas, ES Bow by Adrien Coquet, FR Bracket by Chintuza Camel by Tatiana Belkina Chainsaw by Vectors Market Clock by Chanut is Industries, TH Clock by Cuputo, ID Cottons by The Icon Z, ID Cow by Bernd Lakenbrink, DE Crown by Alvaro Cabrera, Spain Curtain by iconcheese Death by Sumit Saengthong, TH Deer by Bayu Ardhy, ID Download by Image Catalog, RU drop by Linseed Studio, US Excla. Mark by Ricki Tri Putra, ID Fabric by nareerat jaikaew, TH Farm by Symbolon, IT Farmer Family by Gan Khoon Lay Farming by SBTS, IN Forest by faisal, ID Fork by Dmitry Baranovskiy, AU Fries by Ozza Okuonghae, GB Fruits by Dewi Tresnasih, ID God by Gregory Montigny, FR Gold by Nine One, ID Grapes by Lyhn Hammer by Kenneth Appiah, CA Heaven by Alexandr Cherkinsky, RU hell by Olena Panasovska, UA Human by Alice Design Ink by Markus, NO Jutice by Deemak Daksnina, ID Logs by Silvia Natalia, ID Machine by Eucalyp Meat by Simon Farkas, SK Merge by ImageCatalog, RU Mine by Eucalyp Mine by iconsmind.com, GB Money by Xinh Studio Oil by Smalllike Ore by Bakunesu Kaito Paper by Bestdesignmarket, IN Plastic pack by raptors Collective, IT Potato, by Arthur Shlain, RU potato by Olga Pray by AliWijaya Primitive Weapon by Yuri Antonov, RU Product by Sophia Bai, US question mark by Milinda Courey Rabbit by arif fajar yulianto, ID Rifle by Alexander Skowalsky, HU Saw by DinosoftLab Scissor by Adib Muhammad, ID Shell by Tatyana, RU Shipwreck by Luis Prado, US Shovel by akbar fauzan Shuffle by ImageCatalog, RU Spear by Firza Alamsyah, ID Submission by Luis Prado, US The Holy Star by Ben Davis, RO Tractor by Atif Arshad, AE Traktor by Gleb Khorunzhiy, RU Tree by REVA, ID Vineyard by Francesca Ameglio, IT Violence by Adrien Coquet, FR Wheat by richad, US Wheat by Victoruler Window by Chintuza Vielen Dank an das noun-project für die schönen Icons!
  145. Mehr zum Thema: Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie: kompetent

    und tiefergehend. Ca. 12€
  146. Mehr zum Thema: Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie: kompetent

    und tiefergehend. Ca. 12€ Marcus Meindel, Wo wir stehen: Kurz und leicht verständlich. Gemeinfrei verfügbar (CC0)
  147. Danke fürs Zuhören! website: marcusmeindel.de Mastodon: @[email protected] Aktuelles Projekt: project.commoningsystem.org

    Lizenz des Vortrages: CC BY 4.0
  148. Elinor Ostrom 1932-2012 Silke Helfrich 1967-2021 Commons Von einer angeblichen

    Tragödie bis zur transformativen Kraft der Lebendigkeit Mittwoch, 25.5, 11:00 Uni Hohenheim Ba-Wü Nachhaltigkeitstage 2022: VORSCHAU
  149. Ba-Wü Nachhaltigkeitstage 2022: VORSCHAU ??? Freie Software für ein Leben

    jenseits von Markt und Staat Mittwoch, 25.5, 16:00 Uni Hohenheim